Börsen feiern Italiens neuen Premier
Aktien- und Devisenhändler atmen auf: Mit Mario Monti wird ein Wirtschaftsexperte Italiens neuer Ministerpräsident, Europas Leitbörsen tendieren zur Eröffnung einheitlich im Plus.

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Die Leitbörsen in Europa haben am Montag im frühen Handel einheitlich mit Gewinnen tendiert. Gegen 9.40 Uhr notierte der DAX in Frankfurt mit 6.067,04 Punkten, das entspricht einem kleinen Plus von 10,01 Einheiten oder 0,17 Prozent. In London stieg der FT-SE-100 17,1 Einheiten oder 0,31 Prozent auf 5.562,51 Zähler.
Der die 50 führenden Unternehmen in der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion umfassende Euro-Stoxx-50 stieg 12,67 Einheiten oder 0,54 Prozent auf 2.337,48 Punkte.
Angetrieben von dem Regierungswechsel in Italien und angesichts guter Vorgaben von den Übersee-Märkten sind die europäischen Börsen freundlich in den Handel gestartet. Laut Händlern wurde es mit Erleichterung aufgenommen, dass der frühere EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti in Italien mit der Regierungsbildung beauftragt wurde. Anleger sollten am Montag jedoch genau auf eine anstehende Auktion italienischer Staatsanleihen achten, die ein Gradmesser für das Vertrauen in das krisengeschüttelte Land sein sollte.
Mit den Nachrichten aus Italien gab es zum Auftakt zunächst sehr deutliche Kursgewinne bei den Banken des Landes. Aktien von Intesa Sanpaolo kletterten um 4,29 Prozent auf 1,338 Euro und Titel der UniCredit rückten als Spitzenwert im Euro-Stoxx um 4,42 Prozent auf 0,8615 Euro vor. Die Großbank steht aber auch mit der im Tagesverlauf erwarteten Zahlenvorlage im Blickpunkt des Anlegerinteresses. Kreisen zufolge erwägt die UniCredit zudem eine Kapitalerhöhung von 7,5 Milliarden Euro.Auch in Paris zählten Finanzwerte zu den größeren Gewinnern. So notierten BNP Paribas mit einem Aufschlag von 3,20 Prozent auf 33,265 Euro. Societe Generals verbesserten sich im Frühhandel um 1,56 Prozent auf 19,15 Euro.
Fester zeigten sich in einem Branchenvergleich auch die Versicherer sowie Aktien aus dem Rohstoff-Bereich. Leichte Abschläge gab es hingegen bei den Sektoren Nahrungs- und Genussmittel sowie der Pharmabranche.












