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    Zuletzt aktualisiert: 04.11.2011 um 14:13 UhrKommentare

    Krise hält Europa seit bald zwei Jahren auf Trab

    Die Krise in Athen ist seit bald zwei Jahren ein Dauerzustand. Die Aufregung dieser Woche um die zwischenzeitlich geplante Volksabstimmung in dem Mittelmeerland über weitere Euro-Hilfen war ein vorläufiger Höhepunkt.

    Foto © AP

    2010

    Jänner: Griechenland beteuert zu Jahresbeginn, dass es die Kriterien des EU-Stabilitätspakts ab 2012 wieder erfüllen will. Ein Nothilfepaket für das hochverschuldete Land lehnt Deutschland ab - noch.

    März: Die Diskussion über Nothilfen für Griechenland wird konkreter, das Land steuert auf einen Staatsbankrott zu.

    Mai: Athen ruft um Hilfe: Die Euro-Länder und der Internationale Währungsfonds (IWF) gewähren Griechenland Hilfskredite in Höhe von 110 Mrd. Euro. Für weitere Notfälle in anderen Euro-Ländern wird der vorläufige Euro-Rettungsfonds (EFSF) aufgelegt.

    Dezember: Die Euro-Zone wird durch die Krise ihrer Währung zunehmend entzweit. Trotz Streits im Vorfeld wird auf einem EU-Gipfel nun auch ein ständiger Krisenfonds für die Zeit nach 2012 beschlossen.

    2011

    Mai: Ein Medienbericht über einen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone sorgt für Aufregung. Es wird heftig dementiert, ein solcher Schritt gilt als Tabu. Aber klar ist: Das Land kann seinen Schuldenberg nicht abtragen.

    Juni: Auf einem EU-Gipfel in Brüssel beantragt Griechenlands Regierungschef Papandreou ein zweites Hilfspaket. Diesmal sollen sich auch private Gläubiger wie Banken daran beteiligen.

    Juli: Die Euro-Länder beschließen den zweiten Griechenland-Hilfseinsatz mit Krediten über 109 Mrd. Euro, Privatgläubiger sollen zudem auf 21 Prozent ihrer Forderungen verzichten.

    August: Weltweite Börsenturbulenzen machen der Euro-Zone deutlich, dass die Beschlüsse des letzten Gipfels nicht ausreichen, um die von Griechenland auf den gesamten Währungsraum übergreifende Schuldenkrise beizulegen.

    September: Die Diskussion um ein Ausscheiden Griechenlands aus der Euro-Zone kocht erneut hoch. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und andere wichtige Politiker sprechen sich ausdrücklich dagegen aus. Die Verhandlungen über das zweite Hilfspaket für Athen stocken, ebenso die Freigabe der nächsten Rate aus dem bestehenden Programm.

    Oktober: Athen teilt mit, dass es die vereinbarten Sparziele nicht erreichen kann und seine Wirtschaft weiter schrumpft. Die für das zweite Hilfsprogramm zugrunde gelegten Daten stimmen nicht mehr. Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker kündigt daher an, dass der Beitrag der Banken zum zweiten Hilfspaket nachverhandelt wird. Zudem stellt er klar: Ein Euro-Austritt Athens sei ausgeschlossen. Ende des Monats wird fieberhaft über die Schuldenkrise beraten. Zwei Gipfel innerhalb von vier Tagen sind nötig, um einen neuen Plan für die Griechenland-Rettung zu entwerfen: Athen bekommt ein neues Hilfsprogramm über 100 Mrd. Euro. Außerdem verzichten die Banken auf die Hälfte ihrer Forderungen.

    November: Die Freude über die Gipfelbeschlüsse währt nur kurz. Nachdem Papandreou am Montag eine Volksabstimmung über die weiteren Hilfen ankündigt, ist das Chaos in der Euro-Zone und an den Börsen zurück. Deutschland und Frankreich machen Papandreou am Mittwoch bei einem Krisentreffen am Vorabend des G-20-Gipfels in Cannes klar, dass die Griechen mit dem Referendum über ihren Verbleib in der Euro-Zone entscheiden und kein weiteres Geld erhalten, bis Klarheit herrscht. Juncker sagt erstmals öffentlich, dass ein Ausscheiden Athens aus dem Euro kein Tabu mehr ist. International, innenpolitisch und auch in der eigenen Partei unter Druck, nimmt Papandreou am Donnerstag schließlich Abstand von dem Referendum. Am späten Freitagabend steht seine politische Zukunft auf dem Spiel, wenn er sich im Parlament einer Vertrauensabstimmung stellt.


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