EU-Gipfel: Papandreou sieht "neue Ära" nach Durchbruch
Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou hat die Einigung mit den Banken über einen Schuldenschnitt für sein Land beim Euro-Krisengipfel begrüßt.

Foto © APAGiorgos Papandreou
Nun beginne "eine neue Ära, ein neues Kapitel", sagte Papandreou am Donnerstagmorgen in Brüssel. "Das wird ein Neustart für uns. Aber die Arbeit muss weitergehen", fügte er hinzu. Auch die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, äußerte sich zufrieden über die "substanziellen Fortschritte" beim Brüsseler Gipfel. Sie werde nun dem Direktorium des IWF die Freigabe der nächsten Hilfszahlung für Griechenland empfehlen. Zu der Überweisung in Höhe von acht Milliarden Euro steuert der IWF rund 2,2 Milliarden Euro bei. Ohne das Geld droht Griechenland im kommenden Monat die Staatspleite. Lagarde betonte zugleich, die Umsetzung der von Athen zugesagten Wirtschaftsreformen bleibe "ausschlaggebend".
Zuvor war nach stundenlangen Verhandlungen bis in die frühen Morgenstunden beim Euro-Krisengipfel in Brüssel ein Durchbruch gelungen. Die Staats- und Regierungschefs der Währungsunion einigten sich mit den Banken darauf, Griechenland rund die Hälfte seiner Schulden zu erlassen. Zudem soll die Schlagkraft des Euro-Rettungsschirms EFSF auf eine Billion Euro ausgeweitet werden, um eine Ausweitung der Krise zu verhindern.
Die nun geschlossene Übereinkunft sieht vor, dass die Banken auf rund die Hälfte ihrer Forderungen an Athen verzichten - Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy sprach sogar "von etwas mehr als 50 Prozent". Er bezifferte den Nachlass für Griechenland auf 100 Milliarden Euro.











