Die Streitpunkte: Hellas, Milliardenhebel und Banken
Von Griechenland über einen Hebel für den Rettungsschirm bis hin zur Rekapitalisierung der Banken: Das sind die wichtigsten Streitpunkte beim Gipfel im Überblick.

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GRIECHENLAND. Trotz milliardenschwerer Notkredite braucht das Land noch mehr Geld und wird statt bis 2014 bis 2020 am Tropf des Währungsfonds hängen. Der Finanzbedarf des Landes könnte schlimmstenfalls sogar auf 440 Milliarden Euro explodieren, warnen Experten. Die Europäer drängen daher auf einen radikalen Schuldenschnitt. Banken und andere Private sollen auf 60 Prozent statt der bisher angepeilten 21 Prozent verzichten. Freiwillig, notfalls aber auch unter Zwang.
RETTUNGSSCHIRM. Um ein Überspringen der Krise auf andere schwächelnde Länder wie Italien oder Spanien zu verhindern, soll die Schlagkraft des aktuellen Eurokrisenfonds EFSF mit einem "Milliardenhebel" erhöht werden, ohne dass die Garantien der Staaten dafür nochmals aufgestockt werden müssen.
Zwei Varianten werden geprüft: Die erste ist eine Art Teilkasko-Versicherung, bei der der Fonds Käufern neuer Staatsanleihen von Krisenländern einen Teil des Risikos abnimmt.
Option zwei ist, dass der Internationale Währungsfonds einen Sondertopf gründet, oder sich daran beteiligt, der mit dem Kapital privater Anleger Schuldtitel kauft. Schwellenländer wie China, Russland oder Brasilien könnten den Fonds mit ihren Überschüssen speisen. Die von Paris geforderte Einbindung der Europäischen Zentralbank als Geldgeber, die zum Zank mit Berlin geführt hatte, ist vom Tisch.
KAPITALPOLSTER FÜR BANKEN. Um einen Schuldenschnitt in Griechenland zu verkraften, sollen Europas Großbanken bis Mitte 2012 ihre Kapitalpolster um rund 100 Milliarden Euro aufstocken. Schaffen sie das nicht, soll der Staat einspringen. Sieht sich der Staat dazu außerstande, könnte als letztes Mittel der Euroschutzschirm den Ländern mit Krediten aushelfen.











