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Zuletzt aktualisiert: 22.10.2011 um 22:33 UhrKommentare

"Fresh money": Fekter skeptisch

Ein Teil der Länder der EU hätten erklärt, sie könnten sich zusätzliches frisches Geld für Griechenland nicht vorstellen, so ÖVP-Finanzministerin Fekter. Sie macht sich Gedanken, "wenn der Wind ein bisschen rauer weht und wie wir uns davor schützen".

Foto © Reuters

Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) hat sich skeptisch über "fresh money" über die im zweiten Griechenland-Hilfspaket festgelegten 109 Milliarden Euro hinaus geäußert. Nach der Sitzung der EU-Finanzminister und anschließend der Euro-Gruppe Samstag am späten Abend sagte Fekter, ein Teil der Länder der Union hätten erklärt, sie könnten sich zusätzliches frisches Geld nicht vorstellen. Konkrete Zahlen über das künftige Griechenland-Hilfspaket nannte Fekter nicht, sie verwies auf den EU-Gipfel am Sonntag, den die Finanzminister auch vorbereitet hätten.

"Ansteckungsgefahr"

Die lange Sitzung der EU-Finanzminister vor allem über die Banken-Rekapitalisierung begründete Fekter mit der Ansteckungsgefahr und den Schutzmaßnahmen, "wenn der Wind ein bisschen rauer weht und wie wir uns davor schützen". Die Minister hätten dazu gedrängt, doch einen Beschluss zustande zu bringen, der den Regierungschefs am Sonntag vorgelegt werde. Das neue Bankenpaket sollte dafür sorgen, dass Dinge wie in der Vergangenheit nicht mehr passieren.

Zu Griechenland erklärte Fekter, mit der vom Paket des Euro-Gipfels vom 21. Juli vereinbarten Privatsektorlösung seien viele nicht zufrieden gewesen. Die Kosten seien in der Zwischenzeit viel höher, weil die Griechen bei ihrem Privatisierungsprogramm und der Umsetzung der Sparmaßnahmen nicht so weit vorangekommen seien wie erwartet. Konkrete Zahlen über die künftige Beteiligung des Privatsektors - sprich eines Schuldenschnitts - konnte Fekter nicht nennen.

"Schwierige Entscheidungen"

Es seien hier auch "sehr schwierige Entscheidungen zu treffen. Entweder man macht es ganz sanft, dann kostet es unheimlich viele Milliarden, oder man macht es hart, dann kostet es immer noch viele Milliarden und das Risiko eines Credit Events ist auch gegeben". Darauf angesprochen, ob die Privatbeteiligung 60 Prozent ausmacht, wollte Fekter nicht eingehen. "Es geht darum, dass die Griechen von ihren Schulden einmal runter kommen".

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hat sich unterdessen zuversichtlich über den Verlauf der Gespräche zur Lösung der Schuldenkrise gezeigt. "Es sind Fortschritte erzielt worden", sagte er am Samstagabend in Brüssel. Nun müsse bis Mittwoch eine strukturelle, ambitionierte und definitive Lösung gefunden werden. "Es gibt keine andere Wahl". In Brüssel hatten sich zuvor die Finanzminister der EU zu seiner Sondersitzung getroffen.


Gipfeltreffen

Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union sowie der Euro-Zone kommen am Sonntag zu zwei zusammen, die den Weg für eine umfassende Lösung der Krise bereiten sollen. Auf ein weiteres Krisentreffen am Mittwoch ist unter anderem die Entscheidung vertagt, wie der Euro-Rettungsschirm mit einer größeren Ausleihesumme ausgestattet werden kann.

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