EU-Gipfel: Was ist ein Schuldenschnitt?
Als problematisch gelten die Folgen eines Schuldenerlasses für die europäischen Banken. Kreditinstitute könnten in eine ernsthafte Schieflage geraten.

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Ein Schuldenschnitt - im Fachjargon auch "haircut" (Haarschnitt) genannt - bedeutet, dass einem Land ein Teil seiner Schulden dauerhaft erlassen wird. Gläubiger wie Banken, Investoren und Staaten würden etwa im Fall Griechenland auf eine Menge Geld verzichten. Banken haben bereits zugesagt, eine Wertminderung von 21 Prozent auf ihre Griechenland-Engagements zu akzeptieren. Doch dürfte dies nicht ausreichen. Mittlerweile wird über einen Schuldenerlass von bis zu 50 Prozent und teilweise sogar noch mehr diskutiert.
Gläubiger Griechenlands müssten dann auf diesen Anteil ihrer Forderungen verzichten. Als problematisch gelten die Folgen eines solchen Schuldenerlasses für die europäischen Banken. Kreditinstitute könnten in eine ernsthafte Schieflage geraten, weil Abschreibungen auf Griechenland-Anleihen das Eigenkapital belasten. Die Euro-Länder planen daher Maßnahmen zur Stabilisierung und Rekapitalisierung europäischer Banken - notfalls auch zwangsweise.











