Österreich hat dritthöchste Produktivitätsrate in EU
Spitzenreiter ist Irland, gefolgt von den Niederlanden. Die niederste Produktivitätsrate in der EU weist Bulgarien auf.

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Österreich liegt bei der Arbeitsproduktivität pro Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe innerhalb der 27 EU-Staaten an dritter Stelle. Spitzenreiter ist nach dem am Freitag von EU-Industriekommissar Antonio Tajani präsentierten Bericht "Industriepolitik: Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit" Irland, dahinter folgen die Niederlande und Österreich. Schlusslicht ist demnach Bulgarien.
Tajani erklärte, die europäische Industrie sei gut aufgestellt und durchaus wettbewerbsfähig, aber "der Aufschwung verliert an Tempo". Daher müsse der Wettbewerbsfähigkeit und dem Wachstum ein noch höherer Stellenwert eingeräumt werden. Mit Strukturreformen müsse das Potenzial der Unternehmen entfaltet werden.
Bei der Arbeitsproduktivität folgen hinter Österreich Finnland, Belgien, Luxemburg und Schweden und Deutschland. Eine zweite Gruppe mit etwas über dem EU-Schnitt liegenden Bewertungen beinhaltet Frankreich, Dänemark, Spanien, Großbritannien, Griechenland, Italien und Malta. Unter dem EU-Schnitt rangieren die Slowakei, Polen, Slowenien, Zypern, Ungarn, Tschechien, Portugal, Estland, Litauen, Rumänien, Lettland und Bulgarien.
Der Anteil der innovativen Unternehmen schwankt zwischen 80 Prozent in Deutschland und 25 Prozent in Lettland. Über 60 Prozent liegen Deutschland und Luxemburg, über 50 Prozent Österreich, Belgien, Portugal, Irland, Estland, Zypern, Tschechien, Griechenland, Schweden, Italien, Finnland, Dänemark, Slowenien und Frankreich. Nur mehr als 30 Prozent innovative Unternehmen weisen Großbritannien, die Niederlande, Spanien, Malta, Slowakei, Rumänien, Bulgarien und Litauen auf. Unter 30 Prozent rangieren Ungarn, Polen und Lettland.
Im Bereich der Unternehmensfreundlichkeit des Regelungsumfelds ist Finnland führend und Italien Schlusslicht. Vor diesem Hintergrund werden die Mitgliedstaaten in der am Freitag vorgestellten Mitteilung dazu aufgefordert, durch rasch umzusetzende Maßnahmen auf ein Wettbewerbsniveau zuzusteuern, das mit der Teilnahme am Euro und am Binnenmarkt vereinbar ist.
"Strukturelle Schwächen in einigen Bereichen"
Zu Österreich merkt die Kommission an, dass es gute Zahlen betreffend Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft und Arbeitsproduktivität aufweise und deutlich über dem EU-Schnitt liege. Kurzfristig gebe es keine Notwendigkeiten, Engstellen zu beseitigen. Als hochentwickeltes Land weise es aber "strukturelle Schwächen in einigen Bereichen" auf, welche die langfristigen Potenziale der Wirtschaft beeinträchtigten könnten. Dabei sei das Wissensdreieck - Bildung, Forschung und Innovation - einer der Bereiche für prioritäre Aktivitäten. Die Kommission regt hier höhere öffentliche Ausgaben an, um das Potenzial für Forschung und Entwicklung zum Wohl der Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft voll zu nützen. Das günstige wirtschaftspolitische Umfeld könnte attraktiver gestaltet werden, indem Verwaltungsprozesse abgeschlankt und die Unternehmensführung verbessert werden.
Bei der Bewertung der Unternehmensfreundlichkeit - geringste Verwaltungslasten - gehören Luxemburg, Finnland, Estland, Zypern, Dänemark und Schweden mit einer Rate von mehr als 3,5 Punkten zu den führenden EU-Staaten. Zwischen 2,5 und 3,5 Punkten liegen Österreich, die Niederlande, Irland, Lettland, Bulgarien, Großbritannien, Deutschland, Slowenien, Spanien, Litauen, Malta, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Frankreich und Polen. Am meisten über Verwaltungslasten - weniger als 2,5 Punkte - klagen Belgien, Portugal, Griechenland, Ungarn und Italien.











