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Zuletzt aktualisiert: 14.08.2011 um 22:04 UhrKommentare

1.600 Flüchtlinge in nur zwei Tagen

Über 1.600 Menschen haben von gestern auf heute die italienische Insel Lampedusa erreicht, der dramatische Flüchtlingsstrom scheint kein Ende zu nehmen. "Die ruhige See ist zu einer Autobahn für Flüchtlinge aus Afrika geworden", so die Küstenwache.

Foto © APA

Die süditalienische Insel Lampedusa ist mit einer neuen Flüchtlingswelle konfrontiert. Über 1.600 Menschen haben in zwei Tagen die Insel erreicht, der Flüchtlingsstrom scheint kein Ende zu nehmen. Die Migranten, die mehrheitlich aus Libyen abgefahren waren, trafen an Bord von insgesamt zehn Booten auf Lampedusa ein. Die ruhige See begünstigte die Überfahrt. An Bord der Boote befanden sich auch 200 Tunesier.

Die italienische Küstenwache berichtete am Sonntag, dass zumindest zwei weitere Flüchtlingsboote mit Hunderten von Migranten aus Nordafrika an Bord südlich von Lampedusa gesichtet worden seien. "Die ruhige See ist zu einer Autobahn für Flüchtlinge aus Afrika geworden", meinten Teams der italienischen Küstenwache am Sonntag. Rund 2.100 Migranten befinden sich im Auffanglager von Lampedusa. Sie sollen in den kommenden Tagen mit Schiffen der italienischen Marien aufs Festland gebracht werden. Die italienische Regierung rechnet mit weiteren Ankünften in den kommenden Tagen.

Die Regierung von Silvio Berlusconi hat inzwischen die Liste der Länder ausgedehnt, deren Bürger Italien aus humanitären Gründen Hilfe gewährt. Mehrere afrikanische Länder wurden in die Liste aufgenommen. Der Chef des italienischen Zivilschutzes, Franco Gabrielli, warnte, dass über zwölf Millionen Menschen in Somalia, Kenia und Uganda von der Hungersnot betroffen seien. "Das ist die größte humanitäre Krise der letzten 60 Jahre", warnte Gabrielli. In dieser schwierigen Situation müsse sich Italien auf die Aufnahme weiterer Migranten vorbereiten.

Die griechische Küstenwache hat am Sonntagabend 67 Migranten vor der Südküste Kretas aus Seenot gerettet. Das Boot der Flüchtlinge lief wegen eines Lecks Gefahr unterzugehen. Wie die Küstenwache weiter mitteilte, wurden die Migranten vorläufig auf einem Sportplatz des Dorfes Palaiochora untergebracht. Alle seien wohlauf. 66 Flüchtlinge stammen nach eigenen Angaben aus Ägypten, einer aus Libyen. Die Küstenwache vermutet, dass die Menschen ursprünglich nach Italien fahren wollten, wegen des Lecks dann aber Kurs auf Kreta nahmen.


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