Schwarzer Montag befürchtet
Nach der Herabstufung der USA und wegen der anhaltenden Schuldenkrise innerhalb Europas hat die europäische Zentralbank am späten Sonntagabend den Kauf von italienischen und spanischen Staatsanleihen signalisiert. Das soll die Märkte und somit die Börse beruhigen.

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Die Herabstufung der USA und die anhaltende Schuldenkrise innerhalb Europas haben am Sonntag Ängste vor einer neuerlichen Talfahrt genährt und die EU-Notenbankchefs in Aufruhr versetzt: Sie diskutierten am Abend telefonisch, wie sie mit Wackelkandidat Italien umgehen. Auch Vertreter der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) berieten in einer Telefonkonferenz über die Marktturbulenzen. Erstmals äußerten sich auch die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy direkt zu den Ereignissen. Zur Beruhigung der Finanzmärkte bekräftigten sie die Beschlüsse des Euro-Gipfels vom Juli. Der Fonds solle nach seiner Umsetzung im Oktober Anleihen angeschlagener Staaten auf dem Sekundärmarkt kaufen, teilten die beiden Regierungschefs mit. Zugleich ermahnten Merkel und Sarkozy Italien und Spanien, ihren angekündigten Konsolidierungskurs zügig und vollständig umzusetzen.
EU-Länder kaufen Anleihen
Die Eurozone will Anleihehaltern mit der Bereitschaft zu Bond-Käufen signalisieren, dass ihre Investitionen von der Währungsgemeinschaft abgesichert werden. In Frankfurt beriet die Europäische Zentralbank (EZB) Angaben aus dem Umfeld der Notenbank zufolge darüber, nach griechischen, portugiesischen und irischen Anleihen auch italienische Bonds zu kaufen und damit die Nervosität der Anleger zu dämpfen. Mit Italien und Spanien drohen die dritt- und viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone in den Schuldenstrudel gerissen zu werden. Beide Staaten müssen ihren Geldgebern inzwischen Rekordzinsen zahlen.
"Der wichtige Teil im Gesamtbild sind jetzt aber die USA", hieß es in den Kreisen der Notenbanker. Wegen der Herabstufung verbuchten die arabischen Börsen am Wochenende deutliche Kursverluste. Um Panikreaktionen an den Märkten zu verhindern, sprangen Japan und Russland zwar demonstrativ den USA bei und versicherten, an ihren US-Staatsanleihen festzuhalten. Scharfe Kritik kam aber vom größten Gläubiger China. In staatlichen Medien wurde die Rolle des Dollar als Leitwährung infrage gestellt.











