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Zuletzt aktualisiert: 17.03.2011 um 15:40 UhrKommentare

Lobbyisten: Karas fühlt sich von Strasser "gelegt"

In der Lobbyisten-Affäre, die derzeit die ÖVP-Delegation im Europaparlament erschüttert, fordert EU-Abgeordneter Othmar Karas eine Entschuldigung von seinem Delegationsleiter Ernst Strasser.

Foto © APA

Dieser hatte nämlich gesagt, einen angeblich von Lobbyisten verfassten Gesetzesentwurf an Karas weitergeleitet zu haben, obwohl er gewusst habe, dass dieser gefälscht gewesen sei.

"Wenn alles so stimmt wie von Ernst Strasser behauptet, dann hat er mich wissentlich 'gelegt'. Ich verlange eine Entschuldigung", sagte Karas den "Salzburger Nachrichten". Strasser will nun mit seinem Kollegen Othmar Karas reden, sobald das wieder möglich ist. Derzeit ist Karas nach einem Skiunfall rekonvaleszent. Ob er sich entschuldigen wolle, ließ Strasser offen. Strasser lehnte am Donnerstag im Gespräch mit der APA Rücktrittsaufforderungen von SPÖ und Grünen ab. "Es wurde der Versuch einer Bestechung bei mir gemacht. Ich habe das aufgedeckt und bin dem nachgegangen. Ich habe dafür gesorgt, dass die Herrschaften auf Granit beißen. Ich wüsste nicht, was da anrüchig daran wäre", sagte er.

Strasser war offensichtlich britischen Enthüllungsjournalisten auf den Leim gegangen. Sie hatten sich als Lobbyisten ausgegeben und ihm 100.000 Euro sowie weitere Geschäftsbeziehungen angeboten, wenn er sich für einen Gesetzesantrag zum Anlegerschutz verwende. Der ÖVP-Abgeordnete leitete den Antrag daraufhin an die innerhalb der Delegation für diesen Themenbereich zuständigen Abgeordneten Karas und Hella Ranner weiter, ohne sie über seinen Verdacht in Kenntnis zu setzen. Strasser sagte den "SN", er habe den begründeten Verdacht gehabt, dass ein Geheimdienst hinter dem Schwindel stecke. Daher habe er Karas "schützen" wollen.

Die Korruptions-Staatsanwaltschaft hat Medienberichten zufolge Ermittlungen gegen den Europaabgeordneten aufgenommen. ÖVP-Chef Josef Pröll forderte beide Europaparlamentarier auf, die Angelegenheit aufzuklären. Es handle sich um "insgesamt eine sehr dubiose, komische Geschichte", sagte er.


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  • Erhöhung der öffentlichen Mittel von 109 Mrd. Euro auf 130 Mrd. Euro.
  • Eine Bankenrekapitalisierung von 106 Mrd. Euro. Davon fallen 2,9 Mrd. Euro an Österreich.
  • Schlagkraft des Euro-Rettungsschirms wird auf eine Billion Euro angehoben.

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