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Zuletzt aktualisiert: 22.02.2011 um 13:40 UhrKommentare

EU-Innenminister beraten möglichen Flüchtlingsansturm

Die Lage sei derzeit schwer einschätzbar und entwickle sich täglich weiter - Medien berichteten von 750.000 zu erwartenden Flüchtlinge über das Mittelmeer.

Foto © APA

Die EU-Innenminister beraten am Donnerstag angesichts der dramatischen Entwicklungen in Libyen und anderen nordafrikanischen Staaten über einen möglichen Flüchtlingsansturm aus diesen Ländern.

Lage schwer einschätzbar

Die Lage sei derzeit schwer einschätzbar und entwickle sich täglich weiter. Berichte über 750.000 zu erwartende Flüchtlinge über das Mittelmeer wurden in Diplomatenkreisen am Dienstag in Brüssel aber zurückgewiesen. Dies sei reine Spekulation.

Es gehe vor allem um die Frage, wie die Situation in den Griff zu bekommen sei, also welche Möglichkeiten es gibt, Flüchtlinge aufzunehmen und zu betreuen. Dies werde auch Thema des EU-Gipfels Ende März sein.

Es gebe aber derzeit keinen Anlass, über eine neue Lastenverteilung zu sprechen, hieß es. Derzeit seien vor allem Italien und Malta von einem Ansteigen der Flüchtlingswelle betroffen. Die EU habe die Frontex-Operation Hermes gestartet, die seit zwei Tagen operiere.

Italien ist alarmiert

Auch Italiens Außenminister Franco Frattini hat vor der Gefahr eines Bürgerkrieges in Libyen und einer massiven Flüchtlingswelle aus dem Krisenland in Richtung Europa gewarnt. "Wir sind wegen der Gefahr eines Bürgerkrieges und einer Flüchtlingswelle epochaler Dimension in Richtung EU besorgt", kommentierte Frattini die Lage.

Nach jüngsten Zahlen aus dem Vorjahr hatte es in Deutschland rund 41.000 Asylanträge gegeben, Schweden kam auf 31.800. Belgien verzeichnete 21.800 Anträge auf Asyl, die Niederlande kamen auf 13.000, Österreich auf 11.000 und Italien auf 6.500.


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