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Zuletzt aktualisiert: 21.02.2011 um 14:56 UhrKommentare

EU fordert mehr Platz für Legehennen ab 2012

Die EU-Agrarminister haben bei ihrer Ratstagung darauf beharrt, dass Legehennen ab 2012 mehr Platz haben müssen. Es gehe nicht nur um Tierschutz, sondern auch um die Wettbewerbsfähigkeit, so Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich.

Foto © APA

Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich (V) erklärte gegenüber der APA, konventionelle Käfighaltung werde ab nächstem Jahr verboten, in Österreich gelte diese Regelung bereits seit 2009. Den Plänen von Polen, Rumänien und Bulgarien nach einer Ausdehnung der Käfighaltung bis 2017 erteilte Berlakovich eine Absage: "Ich bin strikt dagegen."

Es gehe nicht nur um Tierschutz, sondern auch um die Wettbewerbsfähigkeit. Daher müssten sich auch die anderen Länder an den Termin halten. Ab kommendem Jahr muss es mehr Platz für jede Legehenne geben. Waren es bisher 550 Quadratzentimeter (rund 23,4 mal 23,4 Zentimeter), sind es ab 1. Jänner 2012 dann 750 Quadratzentimeter (27,3 mal 27,3 Zentimeter) für eine sogenannte ausgestaltete Käfighaltung.

Eier müssen eindeutig gekennzeichnet werden

Neben der Ausweitung der Fläche für jedes Huhn soll es auch weitere Erleichterungen wie eine Einstreu oder Sitzstangen geben. Österreich wies vergangenes Jahr 5,5 Millionen Legehennen auf, insgesamt gab es 1,4 Milliarden Eier. Im Verkaufsregal müssen die Eier eindeutig gekennzeichnet sein. Aus dem Stempel geht u.a. hervor, aus welchem Haltungssystem die Hühner stammen. "0" bedeutet Ökologische Erzeugung, "1" Freilandhaltung, "2" Bodenhaltung und "3" Käfighaltung.

Berlakovich erklärte, er habe mit Ressortkollegen aus Tschechien, der Slowakei und Luxemburg an EU-Fischereikommissarin Maria Damanaki eine Initiative für nachhaltigen Fischfang übergeben. Die Weltmeere würden zusehends leergefischt, die Artenvielfalt sei damit bedroht. Es gehe nun um Alternativen, denn der Fischkonsum steige, auch in Österreich. Ein Weg sei, auf nachhaltige Binnenfischerei zu setzen, beispielsweise mit Süßwasserkulturen oder Bioaquakulturen.

Eine konkrete Entscheidung gab es beim Landwirtschaftsrat in Sachen Lebensmittelkennzeichnung. So darf künftig auf Produkten mit Kunstkäse oder "Schummelschinken" nicht mehr das Wort Käse bzw. Schinken verwendet werden. Statt Pizzakäse werde beispielsweise künftig nur "Pizzamix" auf der Etikette zu sehen sein.


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