Flüchtlingsstrom: Italien will jetzt 100 EU-Millionen
"Es ist im Interesse ganz Europas, das Phänomen der Massenlandungen zu bekämpfen, das verheerende Folgen für die EU-Länder haben könnte" - Sonderfinanzierungen in der Höhe von 100 Millionen Euro sollen den Flüchtlingsstrom bekämpfen helfen.

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Italien macht nach dem Ansturm von Flüchtlingen auf die süditalienische Insel Lampedusa Druck auf Tunesien und die EU, um den massiven Migrantenstrom zu stoppen. Italiens Innenminister Roberto Maroni bat die EU um Sonderfinanzierungen in Höhe von 100 Millionen Euro zur Bewältigung des Flüchtlingsstroms.
"Es ist im Interesse ganz Europas, das Phänomen der Massenlandungen zu bekämpfen, das verheerende Folgen für die EU-Länder haben könnte. Es ist notwendig, dass die EU, angefangen von seinen Staats- und Regierungschefs, eine einheitliche Strategie entwickelt und eine starke diplomatische Aktion startet. Wenn die USA sich wegen der Situation besorgt erklärt haben, wie kann dann die EU nicht besorgt sein", fragte Maroni am Montag bei einer Pressekonferenz in Rom.
Seit dem 15. Jänner seien 5.278 tunesische Migranten auf Lampedusa gelandet, darunter 66 Minderjährige. 26 mutmaßliche Menschenhändler wurden festgenommen, 41 Boote wurden beschlagnahmt, berichtete der Minister. Maroni kündigte die Entsendung von 200 Soldaten nach Lampedusa an. Sie sollen für die öffentliche Sicherheit sorgen. Der Innenminister warnte vor der Gefahr, dass sich Terroristen unter die Migranten mischen könnten.
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Lampedusa
Die Insel Lampedusa liegt nur 110 Kilometer vor der tunesischen Küste und damit näher an Nordafrika als am italienischen Festland. Der Flüchtlingsstrom war seit den Unruhen in Tunesien und dem anschließenden Sturz von Staatschef Zine el Abidine Ben Ali stark angestiegen.












