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Zuletzt aktualisiert: 16.11.2010 um 11:03 UhrKommentare

Finnland fordert bei Unterstützung Irlands Garantien

Finnland will eine Unterstützung Irlands durch die EU an Bedingungen knüpfen. Garantien seien laut dem finnischen Finanzminister nötig, um deutlich zu machen, dass Irland allein für seine Schulden verantwortlich ist.

Irland steckt in einer schweren Budget-Krise

Foto © ReutersIrland steckt in einer schweren Budget-Krise

Finnlands Finanzminister Jyrki Katainen sagte der "Welt" (Dienstag): "Wenn Irland finanzielle Unterstützung braucht, dann wird Finnland von der irischen Regierung Garantien einfordern." Irland hatte bestätigt, Gespräche auf internationaler Ebene über die "gegenwärtige Marktsituation" zu führen. Das Land habe aber keinerlei Antrag auf externe Hilfe gestellt, betonte ein Sprecher des Finanzministeriums am Montag in Dublin. Nach Aussagen des Sprechers von EU-Währungskommissar Olli Rehn ist die Lage der öffentlichen Finanzen in dem Euro-Land "ernst". Mit Blick auf Irlands Versorgung mit Krediten fügte er indes hinzu, bis zum Sommer nächsten Jahres sei der Bedarf aber gedeckt.

Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" (Dienstag) ist in der Euro-Zone ein heftiger Streit über eine mögliche Kredithilfe für Irland ausgebrochen. So würden sich kleinere Staaten wie Finnland dem Drängen der Europäischen Zentralbank (EZB) und großer Länder wie Deutschland widersetzen, den EU-Hilfsfonds für die Iren rasch zu aktivieren. Der gemeinsame Rettungsfonds EFSF sei nur für akute Notfälle gedacht, Irland brauche aber bis Mitte 2011 kein Geld, hieß es in finnischen Regierungskreisen. Bevor der Fonds einspringen kann, müssen alle Euro-Länder Ja sagen.

Kein Druck auf Irland

Auch der Chef der Euro-Gruppe, Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker, habe erklärt, auf die Iren sollte kein Druck ausgeübt werden. Klarheit erwarten Anleger von der Sitzung der Euro-Gruppe an diesem Dienstag. In Brüssel beraten die Finanzminister der Euro-Länder über die aktuelle Lage in der Schuldenkrise. Im Mittelpunkt der planmäßigen Sitzung der Euro-Finanzchefs wird die Situation in Irland stehen, das von einer schweren Bankenkrise erschüttert wird. Offiziell wird auf der Tagesordnung Irland als Thema aber nicht genannt.


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