Papandreou kündigte entschlossenes Vorgehen gegen Steuersünder an
Griechenland will die Finanzverwaltung reorganisieren, um künftig die Steuersünder dingfest machen zu können.

Foto © APAMinisterpräsident Giorgos Papandreou
Die griechische Regierung hat ein entschiedenes Vorgehen gegen Steuersünder angekündigt, sagte Ministerpräsident Giorgos Papandreou dem "Handelsblatt". Es gehe nicht an, dass die Mehrheit der Griechen, die hart arbeiteten und ihre Steuern zahlten, für die Verbrechen anderer bluten müssten. "Die Menschen wollen mehr Gerechtigkeit", erklärte Papandreou. Um den Steuersündern auf die Spur zu kommen, nutze sein Land die technische Expertise der Europäischen Union sowie des Internationalen Währungsfonds (IWF).
Gleichzeitig stellte Papandreou klar, dass Griechenland nicht um Geldgeschenke bettle, sondern um Kredite bitte, die mit hohen Zinsen zurückgezahlt werden müssten. Außerdem wisse sein Land um die Verantwortung, sagte er mit Blick auf die Hilfskredite: "Deshalb setze ich eine Politik der Veränderungen durch, die in Umfang und Tempo ihresgleichen sucht."
Griechenland werbe um die Chance, beweisen zu können, "dass wir es schaffen". Der politische Wille, die Krise zu bewältigen, sei deutlich demonstriert worden. "Kein Land hat sich in den vergangenen Jahrzehnten so starke Einschnitte auferlegt," betonte der Ministerpräsident.











