EU-Kommission: Krise wird sich nicht ausweiten
Das milliardenschwere Hilfspaket für Griechenland wird nach den Worten von EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso in den kommenden Tagen ausgearbeitet werden.

Foto © ReutersJosé Manuel Barroso
Die Krise werde aufgrund des Rettungspakets für Griechenland nicht auf andere europäische Länder übergreifen. Das sagte Barroso am Freitag in Peking nach einem Gespräch mit Ministerpräsident Wen Jiabao. Die Volksrepublik bleibe bei der Stabilität des Euro zuversichtlich.
China habe zudem nicht erwähnt, der Regierung in Athen helfen zu wollen, sagte Barroso. Zuvor hatten Spekulationen, Griechenland könnte Anleihen an das asiatische Land verkaufen, für Spekulationen an den Börsen gesorgt. In China besucht Barroso, wie etwa der französische Präsident Nicolas Sarkozy auch, die Weltausstellung Expo.
"Wir üben keinen Druck aus"
Die griechische Schuldenkrise ist Barroso zufolge auch ein Anlass, die wirtschaftlichen Ungleichgewichte in und außerhalb Europas anzugehen. Nachdem andere EU-Politiker die Volksrepublik in der Vergangenheit immer wieder zu einer Aufwertung des Yuan drängten, schlug der Kommissions-Präsident sanftere Töne an: "Wir üben auf niemanden Druck aus." Das Land habe aber die Nachricht der EU eindeutig verstanden.
Der neue Exportweltmeister wehrt sich bisher trotz weltweiter Kritik an der schwachen Landeswährung gegen eine Anpassung. Insbesondere die USA werfen der Volksrepublik vor, den Wechselkurs künstlich niedrig zu halten und sich so Wettbewerbsvorteile im internationalen Handel zu verschaffen.











