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Zuletzt aktualisiert: 28.04.2010 um 17:38 UhrKommentare

Merkel für baldige Entscheidung zu Hilfen für Athen

Es gehe nicht nur um Griechenland, sondern um die Stabilität der gesamten Euro-Zone, meinte Angela Merkel. Deshalb seien beschleunigte Verhandlungen notwendig.

Guido Westerwelle und Angela Merkel

Foto © APGuido Westerwelle und Angela Merkel

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, die Gespräche über Milliarden-Nothilfen für Griechenland rasch zu beenden. Es sei vollkommen klar, dass diese Verhandlungen mit der griechischen Regierung "beschleunigt geführt" werden müssten, sagte Merkel am Mittwoch in Berlin nach einem Treffen mit dem Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn. Sie hoffe, dass die Beratungen "in den nächsten Tagen" beendet würden. Auf Grundlage der Ergebnisse werde die Bundesregierung dann eine Entscheidung über Notkredite für das hoch verschuldete Griechenland treffen.

Dabei gehe es nicht nur um die Lage des südosteuropäischen Landes, sondern um die Stabilität der gesamten Euro-Zone, hob die Kanzlerin hervor. Daher werde sich Deutschland dieser Verantwortung nicht entziehen. Es sei das "Beste und Wichtigste", das Vertrauen der Märkte in Griechenland wieder herzustellen. Dafür will Deutschland nach den Worten Merkels "seinen Beitrag leisten" - allerdings sei auch Griechenland selbst gefordert. Auch Strauss-Kahn mahnte angesichts der "ernsten Situation" rasches Handeln an.

Ergebnisse abwarten

Im Anschluss trafen sich Merkel und Strauss-Kahn in Berlin mit dem Vorsitzenden der Weltbank, Robert Zoellick, dem Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, sowie dem Generalsekretär der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), Juan Somavia. Thema des Gesprächs sollte offiziell die Bewältigung der Finanzkrise sein. Es dürfte aber auch um die Griechenland-Hilfen gehen.

Vor dem Treffen hatte Merkel erklärt, sie wolle vor weiteren Entscheidungen zur Finanzkrise Griechenlands die Ergebnisse der direkten Verhandlungen des IWF mit dem Land über ein Sanierungsprogramm abwarten. "Wir haben jetzt im Augenblick erst einmal die Phase, dass der Internationale Währungsfonds und die Europäische Kommission mit Griechenland ein Programm ausarbeiten müssen", sagte Merkel am Mittwoch in Berlin. "Ich hoffe, dass das bis zum Ende der Woche geschieht. Davon hängt dann alles Weitere ab", so Merkel.


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