EU verschiebt Artenschutz-Ziel auf 2020
Europa gibt sich weitere zehn Jahre, um das Aussterben bedrohter Tier- und Pflanzenarten auf dem Kontinent zu stoppen. Eigentlich hätte dieses Ziel schon in diesem Jahr erreicht werden sollen.

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Wie die europäischen Umweltminister am Montag in Brüssel feststellten, kann dieses ursprünglich 2001 beschlossene Vorhaben aber nicht mehr fristgerecht eingehalten werden und soll nun bis 2020 umgesetzt werden.
Dafür müssten aber die Mittel entsprechend zur Verfügung gestellt und die Gesetze verschärft werden, erklärten die Minister. Der Verlust von Biodiversität schreite in einem "inakzeptablen Tempo" fort, mit sehr ernsten ökologischen, ökonomischen und sozialen Folgen.
500 Millionen für den Artenschutz
Deutschland steht nach Angaben von Umwelt-Staatssekretärin Katherina Reiche zu seiner Zusage, 500 Millionen Euro in den Artenschutz zu investieren. Es gehe jetzt darum, dass auch andere Länder ihre Verpflichtungen einhalten.
Vor der nächsten UNO-Artenschutzkonferenz im japanischen Nagoya sei Europa im Scheinwerferlicht. "Glaubwürdigkeit, Transparenz und das gute Beispiel Deutschlands und der europäischen Union sind ganz wesentliche Faktoren, um in Nagoya erfolgreich zu sein", unterstrich Reiche. Die UNO hat 2010 zum Jahr des Artenschutzes erklärt. Im Oktober will sich die Staatengemeinschaft unter anderem auf Leitlinien zu Schutzgebieten und zur Finanzierung verständigen.
Einer globalen Studie ("TEEB") zufolge richtet das Artensterben jährlich einen Schaden von 50 Milliarden Euro an. "Der Schutz der biologischen Vielfalt sollte nicht als ein Eigenwert betrachtet werden, sie ist wichtig für das Wohlbefinden der Menschen und wirtschaftlichen Wohlstand", sagte die spanische Umweltministerin und aktuelle Verhandlungsführerin der EU-Umweltminister, Elena Espinosa.













