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    Juncker übernimmt Führung der EU-Kommission Staatsschulden steigen auf 82,6 Prozent des BIP Voriger Artikel Aktuelle Artikel: EU Nächster Artikel Juncker übernimmt Führung der EU-Kommission Staatsschulden steigen auf 82,6 Prozent des BIP
    Zuletzt aktualisiert: 16.03.2010 um 22:50 UhrKommentare

    Rotes Licht für Lebensmittel-Ampeln

    Im Kampf gegen Übergewicht sollte eine Nahrungsmittel-Ampel EU-weit vor Fetten und Zucker warnen. Daraus wird trotz vieler Ärzte-Appelle nichts. Dafür muss die Herkunft exakt angegeben werden.

    Foto © APA

    Die Appelle zahlreicher europäischer Kinderärzte und Krankenkassen im Kampf gegen das Übergewicht, vor allem bei Kindern, haben nicht gefruchtet: Der Umweltausschuss des EU-Parlaments hat sich gegen die Ampelkennzeichnung für Fertigprodukte entschieden. Die Farben rot, gelb und grün auf Lebensmittelverpackungen hätten signalisieren sollen, ob bei einem Produkt der Gehalt an Fett, Zucker oder Salz alarmierend hoch (rot), mittel (gelb) oder niedrig (grün) - und damit unbedenklich - ist. Daraus wird nun nichts.

    Verbraucherschützer und Mediziner hatten sich dafür starkgemacht, die Lebensmittelindustrie hat sich dagegen ausgesprochen. Die Mehrheit im parlamentarischen Ausschuss hat die Ampelkennzeichnung jedoch als wissenschaftlich nicht fundiert und irreführend abgelehnt. Immer wieder wurde als Beispiel ausgeführt, dass Bio-Apfelsaft aufgrund des Fruchtzuckers rot gekennzeichnet werden müsste, während es für Diät-Cola grünes Licht gegeben hätte. Die simple, pauschale Farbeinteilung funktioniere angesichts der vielen Nährstoffe nicht, so das Fazit.

    Eine Verbesserung bei der Kennzeichnung soll es aber trotzdem geben. Favorisiert wird ein Entwurf, der verpflichtende Angaben zu Nährwert, Fettanteil, ungesättigten Fettsäuren, Kohlenhydraten, Zucker und Salz vorsieht (Details siehe unten). Auch Hinweise zu gentechnisch veränderten Nahrungsmitteln sollen vorgeschrieben werden.

    Genaue Herkunftsangaben

    Ein Durchbruch gelang indes bei der Herkunftskennzeichnung. Bei Fleisch, Früchten und Milchprodukten soll die genaue Herkunft angegeben werden. Das wurde vor allem in Österreich seit dem Listerien-Skandal - Quargel aus deutscher Milch durfte als "Hartberger Bauernquargel" bezeichnet werden - vehement gefordert. "Es muss künftig nachweisbar sein, wo ein Tier geboren, gemästet und geschlachtet wurde", sagt der Tiroler EU-Abgeordnete Richard Seeber, der das Projekt koordiniert hat.

    Klare Herkunftsangaben seien nun für unverarbeitete (Rohmilch) und verarbeitete Produkte (Käse) verpflichtend. Beispiel: Wird Milch oder Schweinefleisch aus Deutschland künftig in Österreich zu Käse bzw. Wurst verarbeitet, darf nicht wie bisher Österreich als "Ursprungsland" (dort, wo es verarbeitet wurde) angegeben werden. Es muss aber das "Herkunftsland" (dort, wo das Tier geboren, gemästet bzw. gemolken wurde) draufstehen. Also in diesem Fall Deutschland.

    Analogkäse im Visier

    Ein Nebeneffekt der Kennzeichnungsrichtlinie, die noch fertig ausgearbeitet und 2011 eingeführt werden soll: Auch Lebensmittelimitate, vulgo Schummelschinken oder Analogkäse, müssen künftig als solche auf der Verpackung gekennzeichnet werden.

    ULRICH DUNST, MANFRED NEUPER

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