EU: 17 Prozent der Bürger von Armut bedroht
In Österreich sind es laut Eurostat 12 Prozent. Als Armutsgefährdet gilt, wessen Einkommen nach Sozialleistungen unter der Armutsschwelle liegt, also unter 60 Prozent des nationalen Einkommens.

Foto © Arman Zhenikeyev - Fotolia.com
17 Prozent der Bevölkerung in der Europäischen Union sind laut EU-Statistikamt Eurostat von Armut bedroht. Für Österreich werden 12 Prozent als von Armut gefährdet eingestuft, wie Eurostat am Montag mitteilte. Die höchsten Armutsgefährdungsquoten wurden 2008 in Lettland (26 Prozent), Rumänien (23 Prozent), Bulgarien (21 Prozent), Griechenland, Spanien und Litauen (je 20 Prozent) registriert.
Die niedrigsten Raten wiesen Tschechien (9 Prozent), die Niederlande und die Slowakei (beide 11 Prozent) auf. Als von Armut gefährdet gilt laut Eurostat, wessen Einkommen nach Sozialleistungen unter der Armutsschwelle lag. Statistisch wird diese Schwelle als 60 Prozent des nationalen Einkommens je Erwachsenenäquivalent definiert. Damit die Länder miteinander verglichen werden können, wird die Schwelle in Kaufkraftparitäten umgerechnet, um Preisunterschiede zwischen Ländern auszuschalten.
Kinder und Ältere stark bettroffen
Jedes fünfte Kind ist laut Eurostat in der EU von Armut bedroht. In 20 der 27 Mitgliedstaaten waren die entsprechenden Quoten für Kinder höher als für die Gesamtbevölkerung. Im Jahr 2008 lag die Armutsgefährdungsquote demnach für die bis zu 17-Jährigen in der EU bei 20 Prozent. Die höchste Armutsgefährdung für Kinder weisen Rumänien (33 Prozent) und Bulgarien (26 Prozent), die niedrigsten Dänemark (9 Prozent), Slowenien und Finnland (beide 12 Prozent). In Österreich sind 15 Prozent der bis zu 17-Jährigen von Armut bedroht.
Auch ältere Menschen sind stärker von Armut bedroht als die Gesamtbevölkerung. Im Jahr 2008 lag die Armutsgefährdungsquote für Menschen ab 65 Jahren in der EU bei 19 Prozent (in Österreich 15 Prozent). Die höchste Gefährdung für Ältere wurde für Lettland (51 Prozent) und Zypern (49 Prozent) verzeichnet, die niedrigste für ältere Menschen in Ungarn (4 Prozent), Luxemburg (5 Prozent) und Tschechien (7 Prozent).












