EU: Warten auf Mr./Mrs. Right
In Brüssel sollen heute die beiden EU-Spitzenposten vergeben werden. Während die Sozialdemkraten über mögliche Kandidaten beraten, wünscht sich Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel einen breiten Konsens.

Foto © APA/Montage KLZWer bekommt die Spitzenposten in der EU
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat im Vorfeld des am heutigen Donnerstagabend in Brüssel stattfindenden EU-Gipfels ihren Wunsch nach einer breiten Übereinstimmung für die anstehenden Personalentscheidungen betont. Aus deutscher Sicht sei ein breiter Konsens für die beiden Top-Jobs des EU-Ratspräsidenten und des EU-"Außenministers" wichtig, sagte die Kanzlerin.
Seit 16:15 treffen die Delegationen im Brüsseler Ratsgebäude ein. Auch der französische Präsident Nicolas Sarkozy ist bereits vorgefahren. Er hält zusammen mit Merkel und dem dänischen Premierminister Lars Lökke Rasmussen eine Pressekonferenz zum kommenden Weltklimagipfel in Kopenhagen ab. Die Erklärungen werden allerdings vor allem in Hinblick auf die anstehenden Personalentscheidungen mit Neugier verfolgt.
SPE tagte vor dem Gipfel
Der österreichische Bundeskanzler Werner Faymann (S) ist noch nicht im Ratsgebäude eingetroffen. Er hatte im Vorfeld des Gipfels die sozialdemokratischen Teilnehmer des Gipfels in die österreichische EU-Vertretung geladen. Einer informellen Übereinkunft der beiden größten EU-Parteien sollen nämlich die Sozialdemokraten das Vorschlagsrecht für den EU-Außenbeauftragten bekommen, der zugleich auch Vizepräsident der EU-Kommission sein wird. Allerdings hält der britische Premier Gordon Brown beharrlich an seinem Vorgänger Tony Blair als Kandidaten für den ständigen Ratspräsidenten fest. Diesen Posten sollen eigentlich die Konservativen besetzen.











