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Zuletzt aktualisiert: 19.11.2009 um 10:06 UhrKommentare

Jobs in der EU: Frauen bitte hinten anstellen

Wenn heute Abend das Ringen um die beiden EU-Topjobs beginnt, dann stehen zumindest die Frauen als große Verliererinnen fest. Doch nicht nur in den Top-Positionen fehlen die Frauen, auch für die Kommission sind bislang nur vier Frauen nominiert.

Frauen in der EU: Ist in den obersten Reihen kein Platz für sie?

Foto © ReutersFrauen in der EU: Ist in den obersten Reihen kein Platz für sie?

Am Donnerstagabend treffen sich die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union zu einem Sondergipfel in Brüssel. Bei dem informellen Arbeitsessen (Beginn: 18.00 Uhr) wollen die Vertreter der 27 EU-Staaten die neuen Spitzenämter des ständigen Ratspräsidenten und des Hohen Vertreters für die Außenpolitik besetzen. Beide Posten schafft der Vertrag von Lissabon, der am 1. Dezember in Kraft tritt. Bereits Stunden zuvor steht zumindest fest, dass keine Frau einen der begehrten Posten erringen wird.

Protest mit Schnurrbärten

Hat die EU ein Frauenproblem? Geht es nach den weiblichen Europaabgeordneten, dann auf alle Fälle. Erst am Mittwoch haben weibliche Europaabgeordnete vor dem Ratsgebäude in Brüssel mit Krawatten und aufgemalten Schnurrbärten gegen die Männerdominanz in der neuen EU-Führungsriege protestiert. Doch nicht nur die beiden heiß umkämpften Top-Jobs sind für Frauen offenbar unerreichbar, auch wächst mittlerweile der Unmut über die Benachteiligung der Frauen bei der Bestückung der neuen Kommission.

Diese benötigt, um ihre Arbeit aufnehmen zu können, in Straßburg als Ganzes das "Ja" einer einfachen Mehrheit der Abgeordneten. Gerade einmal vier Frauen sind bisher offiziell für das Brüsseler Kollegium nominiert: Viviane Reding (Luxemburg) und Androulla Vassiliou (Zypern) Rumyana Zheleva (Bulgarien) und Cecilia Malmström (Schweden). Bessert Barroso nicht nach, könnte es für ihn noch unangenehm werden. In die Offensive geht die frühere lettische Präsidentin Vaira Vike Freibergas. Sie hat sich nun offiziell um das Amt der Ratspräsidentin beworben.

"Unfähige Mitgliedsstaaten"

Für den Frauen-Dachverband European Women's Lobby (EWL) ist die Vergabe der EU-Jobs ohnehin ein Skandal: "Wir protestieren gegen die Unfähigkeit der Mitgliedstaaten und von EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso, sicherzustellen, dass Frauen angemessen an der Macht beteiligt werden", sagte EWL-Generalsekretärin Myria Vassiliadou am Mittwoch in Brüssel in einem Gespräch mit der Deutschen Presse- Agentur dpa.

"Ich bin sehr besorgt, enttäuscht und wütend." Vassiliadou äußerte sich angesichts des Treffens der EU-Staats- und Regierungschefs am Donnerstagabend, bei dem die Posten des EU-Ratspräsidenten und des "Außenministers" vergeben werden.


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DIE MASSNAHMEN

  • 50 Prozentiger Schuldenschnitt für Griechenland.
  • Erhöhung der öffentlichen Mittel von 109 Mrd. Euro auf 130 Mrd. Euro.
  • Eine Bankenrekapitalisierung von 106 Mrd. Euro. Davon fallen 2,9 Mrd. Euro an Österreich.
  • Schlagkraft des Euro-Rettungsschirms wird auf eine Billion Euro angehoben.

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