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    Zuletzt aktualisiert: 08.06.2009 um 22:31 UhrKommentare

    Androsch: "Mit schönen Worten Problem weggeredet"

    Hannes Androsch über die Wahlschlappe der SPÖ.

    Hannes Androsch

    Foto © APAHannes Androsch

    Warum das SPÖ-Debakel?
    HANNES ANDROSCH: Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr EU. Und da braucht es eine klare EU-Linie.

    Haben Sie das vermisst?
    ANDROSCH: Sich den Kritikern anzuschließen, hat sich nicht gelohnt. Übrigens, dem EU-Kurs haben alle Landesparteichefs und die Gewerkschaften zugestimmt. Sich jetzt an Faymann abzuputzen, ist billig.

    Warum haben Sie die Schließung ihres AT & S-Werks knapp vor der Wahl verkündet?
    ANDROSCH: Wir waren dazu verpflichtet. Es gibt eine Wirtschaftsverfassung, ein Insolvenzrecht, ein Reorganisationsgesetz, ein Börsengesetz. Die Betriebsräte haben das gewusst.

    Muss die SPÖ eine kantigere Politik verfolgen?
    ANDROSCH: Ja, hoffentlich. Was haben Sie denn geglaubt? Dass man der ÖVP das Spielfeld alleine überlässt und aufs eigene Tor spielt?

    Machen Sie sich Sorgen wegen der Wien-Wahl und Strache?
    ANDROSCH: Sicher, aber Häupl ist ein Kämpfer. Wir müssen kapieren, dass Toleranz etwas anderes ist als Indifferenz. Zu lange haben wir ein Problem mit schönen Worten weggeredet.

    INTERVIEW: M. JUNGWIRTH

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