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Zuletzt aktualisiert: 08.06.2009 um 14:09 UhrKommentare

EU-Wahl: "Piraten" kapern laut Prognose ein bis zwei Sitze

Die schwedische Piratenpartei wird aller Voraussicht nach künftig in Brüssel vertreten sein.

"Pirate Bay" steht weiterhin im Rampenlicht

Foto © Screenshot"Pirate Bay" steht weiterhin im Rampenlicht

Das Ergebnis in Schweden stand am Sonntag im Zeichen der Piratenpartei, die von Null auf über acht Prozent der Wählerstimmen kam und ihren Kandidaten Christian Engström nach Brüssel schicken wird. Schon vor Jahren als politische Protestplattform der Internet-Generation ins Leben gerufen, waren sie bisher bei Wahlen in Schweden wie in anderen Ländern aber stets erfolglos geblieben.

"Pirate Bay". Die Piratenpartei erhielt erst seit dem umstrittenen Urteil gegen die Filesharing-Aktivisten der Internetplattform "The Pirate Bay" im April mit hohen Geldstrafen und einjährigen Haftstrafen starken Zulauf.

Kein zweiter Frühling. Die schwedische Überraschungssiegerin der EU-Wahlen vor fünf Jahren, die EU-skeptische Juniliste wird dagegen wohl keinen zweiten Frühling erleben - sie stürzt laut der Prognose von 14,5 auf 3,6 total ab. Auch für die Linkspartei scheint es kein guter Abend zu werden: Sie dürfte von 12,8 auf 5,7 Prozent abstürzen. Bei den anderen Parteien gab es wenig Verschiebungen. Nur leichte Gewinne winken den oppositionellen Sozialdemokraten (von 24,6 auf 25,1 Prozent) und den konservativen "Moderaten" von Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt (von 18,3 auf 18,5 Prozent).


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