EU-Wahl: "Piraten" kapern laut Prognose ein bis zwei Sitze
Die schwedische Piratenpartei wird aller Voraussicht nach künftig in Brüssel vertreten sein.

Foto © Screenshot"Pirate Bay" steht weiterhin im Rampenlicht
Das Ergebnis in Schweden stand am Sonntag im Zeichen der
Piratenpartei, die von Null auf über acht Prozent der Wählerstimmen kam
und ihren Kandidaten Christian Engström nach Brüssel schicken wird.
Schon vor Jahren als politische Protestplattform der
Internet-Generation ins Leben gerufen, waren sie bisher bei Wahlen in
Schweden wie in anderen Ländern aber stets erfolglos geblieben.
"Pirate Bay".
Die Piratenpartei erhielt erst seit dem umstrittenen Urteil gegen
die Filesharing-Aktivisten der Internetplattform "The Pirate Bay" im
April mit hohen Geldstrafen und einjährigen Haftstrafen starken
Zulauf.
Kein zweiter Frühling.
Die schwedische Überraschungssiegerin der EU-Wahlen vor fünf
Jahren, die EU-skeptische Juniliste wird dagegen wohl keinen zweiten
Frühling erleben - sie stürzt laut der Prognose von 14,5 auf 3,6
total ab. Auch für die Linkspartei scheint es kein guter Abend zu
werden: Sie dürfte von 12,8 auf 5,7 Prozent abstürzen.
Bei den anderen Parteien gab es wenig Verschiebungen. Nur leichte
Gewinne winken den oppositionellen Sozialdemokraten (von 24,6 auf
25,1 Prozent) und den konservativen "Moderaten" von Ministerpräsident
Fredrik Reinfeldt (von 18,3 auf 18,5 Prozent).









