SPÖ: Kräuter hält nichts von Köpferollen
FPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter sprach sich in einer ersten Reaktion gegenüber der APA nach der sich abzeichnenden herben Niederlage bei der EU-Wahl gegen ein Köpferollen und damit auch gegen seinen eigenen Abgang aus.

Foto © APAGünther Kräuter
Er sah die Schuld für
die Verluste vordergründig nicht bei der Bundesgeschäftsführung oder
dem Spitzenkandidaten Hannes Swoboda. Viel mehr ist aus Sicht des
Wahlkampf-Managers die "deutliche Niederlage" auf das starke
Auftreten der SPÖ gegen die Rechtstendenzen der FPÖ wahltaktisch
nicht klug gewesen.
Es wäre besser gewesen, auf die eigenen Themen wie Arbeitsplätze
zu setzen, sagte Kräuter. Es sei auch der Spagat zwischen einer
kritischen Hinterfragung und dem konstruktiven Kurs schwierig
gewesen.
Kritik.
Man werde die Ursachen für das Ergebnis kritisch hinterfragen. Die
erst seit sechs Monaten im Amt befindliche Bundesgeschäftsführung
dafür verantwortlich zu machen hält er aber nicht für sinnvoll.
Kräuter stellte sich auch hinter den Spitzenkandidaten Swoboda. Es
sei "unbestritten", dass Swoboda einer der erfahrensten und
profiliertesten Europa-Abgeordneten sei. Ein Köpferollen würde weder
das Ergebnis ungeschehen machen, noch einen Fortschritt bringen, so
Kräuter. Man werde sich aber natürlich mit dem Ergebnis
"selbstkritisch" auseinandersetzen. Als "tröstlich" bezeichnete es
Kräuter, dass EU-Wahlen eine völlig andere Situation darstellen als
innerstaatliche Wahlen.











