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Zuletzt aktualisiert: 07.06.2009 um 14:30 UhrKommentare

Wahlbeteiligung beim Europa-Urnengang leicht gestiegen

Die Europa-Wahlen haben am Sonntag in weiten Teilen Europas einen eher schleppenden Verlauf genommen. In einigen EU-Mitgliedsstaaten zeichnete sich aber eine leicht höhere Wahlbeteiligung ab als beim Urnengang 2004.

Foto © Reuters

Dies war nach bisher vorliegenden Meldungen etwa in Frankreich der Fall, aber auch in den nordeuropäischen Ländern. In den mitteleuropäischen Staaten Slowenien und Slowakei - dem Schlusslicht von 2004 puncto Wahlbeteiligung - gingen ebenfalls bis zum frühen Nachmittag etwas mehr Bürger zu den Urnen als vor fünf Jahren.

Skandinavien im Plus. Wie Sonntagmittag übereinstimmend aus Dänemark, Finnland und Schweden berichtet wurde, lag die Zahl abgegebener Stimmen jeweils über jener vor fünf Jahren. Grund sei auch die höhere Zahl der bereits eingerechneten Briefstimmen, hieß es. 2004 waren in Dänemark 47,9 Prozent, in Finnland 39,4 Prozent und Schweden nur 37,9 Prozent wählen gegangen. Die drei Länder stellen zusammen 44 der 736 Abgeordneten im künftigen EU-Parlament.

Verfassungsänderung. Vier Millionen stimmberechtigte Bürger in Dänemark stimmen gleichzeitig über eine Verfassungsänderung zur Monarchie ab. Damit sollen weibliche Sprösslinge der Königsfamilie künftig männlichen gleichgestellt werden. Nach dem Gesetzesentwurf soll künftig das erstgeborene Kind eines Königspaares unabhängig von seinem Geschlecht die Thronfolge antreten. Das Referendum droht laut jüngsten Umfragen jedoch an geringer Beteiligung zu scheitern.

Mehr Wähler in Frankreich. In Frankreich erreichte die Beteiligung an den Europawahlen bis 12:00 Uhr 14,81 Prozent, das ist etwas mehr als vor fünf Jahren, als sie zur selben Uhrzeit 13,62 Prozent betragen hatte. Dies gab das Innenministerium in Paris bekannt. Die Wahllokale öffneten in Frankreich um 8:00 Uhr früh, sie schließen generell um 18:00 Uhr, jedoch in Großstädten erst um 20:00 Uhr. Die Franzosen sind dazu aufgerufen, 72 der insgesamt 736 EU-Abgeordneten zu wählen. Anders verhielt es sich in den französischen Überseegebieten, wo in Bezug auf 2004 ein Rückgang registriert wurde. Nach Angaben des zuständigen Staatssekretariats nahm die Wahlbeteiligung in Guyana, Guadeloupe und Martinique leicht ab, in Französisch- Polynesien ging sie stark zurück. In den Territorien sind die Wahlen aufgrund der Zeitverschiebung bereits abgeschlossen.

Slowenien schleppend. In Slowenien betrug die Wahlbeteiligung um die Mittagszeit nach schleppendem Beginn 9,25 Prozent, wie die staatliche Wahlkommission in Ljubljana (Laibach) mitteilte. Die Meinungsumfragen signalisieren eine Wahlbeteiligung von knapp über 30 Prozent, was etwas höher wäre als vor fünf Jahren; 2004 lag die Beteiligung bei 28,3 Prozent.


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