Wie kann die EU Osteuropa in der Krise beistehen?
Der wachsende Druck auf die osteuropäischen EU-Länder ist Thema beim Sondergipfel der EU-Staats- und Regierungschefs am Sonntag in Brüssel.

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Im folgenden ein
Überblick über Instrumente, die in der EU zur Unterstützung genutzt
werden können:
Förderungen. Hilfe von den Förderbanken - Die Weltbank, die Europäische Bank
für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) und die Europäische
Investitionsbank (EIB) kündigten jüngst ein Hilfspaket über 24,5
Milliarden Euro für Osteuropa an. Der Plan sieht vor, dass vor allem
kleine und mittelgroße Firmen über die Dauer von zwei Jahren schnelle
Kredit-Hilfen bekommen. Zudem sollen Banken auf Kreditlinien und
Garantien zurückgreifen können.
Kredite. Die EIB finanziert Kredite für ein breites Spektrum von Projekten
in der EU, vor allem in der Infrastruktur. Die EU-Länder hatten 2008
entschieden, das Kapital der EIB aufzustocken, damit das
Kreditvolumen ausgeweitet werden kann. Die EBRD, an der die EU
beteiligt ist, hält Anteile an etwa 100 Finanzinstitutionen der
Region und ist Kreditgeber für 200 weitere. Die Osteuropa-Bank
befürchtet, dass die Banken bis zu 150 Milliarden Dollar für eine
Rekapitalisierung benötigen könnten.
Finanzspritze. Wie kann die EU Mitgliedern außerhalb des Euro-Raumes helfen? -
Die EU könnte diesen Ländern weitere Kredite über die mittelfristige
Finanzhilfe gewähren. Das Vehikel sieht Kredite der EU für Länder
vor, die Zahlungsbilanzprobleme haben. Der Fonds wurde gerade erst
auf 25 Milliarden Euro verdoppelt. Ungarn hat daraus 6,5 Milliarden
und Lettland 3,1 Milliarden Euro als Teil eines umfassenderen
Hilfspakets des Internationalen Währungsfonds erhalten. 15 Milliarden
Euro stehen noch zur Verfügung. Nach Einschätzung von Diplomaten
könnten Rumänien und Litauen die nächsten Kandidaten für eine
Zuwendung sein. Die Wirtschaftskammer Österreich forderte, den Fonds
auf 100 Milliarden Euro aufzustocken. Doch darüber gibt es laut
EU-Kommission derzeit keine Diskussion.
Fonds. Der Fonds ist nicht dazu gedacht, Banken zu retten oder direkt in
die Wirtschaft einzugreifen. Jede Änderung des Bestimmungszwecks
müsste einstimmig von den 27 EU-Ländern gebilligt werden.
Woher nehmen? Welches Geld könnte die EU ansonsten für Hilfen nutzen? - Die
EU-Kommission will einige Milliarden Euro aus den EU-Regionalfonds
2009 und 2010 vorzeitig auszahlen. Für die Jahre 2007 bis 2013 sind
insgesamt 160 Milliarden Euro vorgesehen. Der Großteil des Geldes
soll dabei projektgebunden ausgegeben werden, etwa für den
Straßenbau. Das Geld kommt aus dem EU-Budget von jährlich etwa 125
Milliarden Euro.
Garantien. Welche Möglichkeiten zur Hilfe gibt es sonst noch? - Jedes
einzelne EU-Mitglied kann Kredite, Kapitalspritzen oder Garantien
bereitstellen. Dies würde dann außerhalb der EU-Rechtsstrukturen
geschehen. Allerdings könnten natürlich EU-Treffen zu Verhandlungen
über Hilfen genutzt werden.











