EU und China vereinbaren neues Gipfeltreffen
Nach den jüngsten Spannungen haben sich die EU und China auf ein neues Gipfeltreffen verständigt. EU-Kommissionspräsident Barroso sagte am Freitag nach einem Besuch von Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao, das genaue Datum werde bald entschieden. Peking hatte vergangenen November aus Protest ein geplantes Gipfeltreffen mit der EU kurzfristig abgesagt.
Grund des Protests war ein Treffen des früheren französischen Ratsvorsitzenden Nicolas Sarkozy mit dem Dalai-Lama. Barroso betonte nun Chinas Bedeutung als "strategischer Partner" der EU. Auch Menschenrechte und die Tibet-Frage seien bei dem Treffen mit Wen "in einem konstruktiven Geist" angesprochen worden. Dabei gebe es "keine Tabus".
Wen war bemüht, die zuletzt aufgetretenen Spannungen im Verhältnis zwischen der EU und China herunterzuspielen. Die gegenseitige Annäherung zwischen der EU und China ist nach Worten des chinesischen Ministerpräsidenten "unumkehrbar". Bereits beim Treffen der EU-Kommission mit der chinesischen Führung im vergangenen April in Peking sei das gegenseitige Vertrauen verstärkt worden, sagte er.
Der chinesische Ministerpräsident sprach sich auch für eine enge Zusammenarbeit beider Seiten zur Bewältigung der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise aus. Solange China und die EU Hand in Hand zusammenarbeiteten, könne die Krise bewältigt werden, sagte er.











