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    Zuletzt aktualisiert: 01.02.2009 um 14:55 UhrKommentare

    "Niederlage akzeptieren": Voggenhuber gibt sich geschlagen

    Der EU-Abgeordnete geht "ohne Bitterkeiten", doch: "Mein Engagement bei den Grünen ist damit abgeschlossen - die Basisdemokratie wurde von der Parteispitze aus dem Programm gestrichen".

    Johannes Voggenhuber

    Foto © APJohannes Voggenhuber

    Der Grüne EU-Abgeordnete Johannes Voggenhuber gibt den Kampf um einen Listenplatz für die Europawahl auf. "Meine Unterstützerinnen und Unterstützer müssen das ebenso wie ich akzeptieren", sagte Voggenhuber am Sonntag im Gespräch mit der APA. Über seine persönliche Zukunft nach der Wahl im Juni will er sich noch nicht äußern. Nur so viel: "Das Engagement bei den Grünen ist damit nach langen und vielen Jahren abgeschlossen." Der Parteiführung wirft er vor, seine Ablöse bereits seit Monaten vorbereitet und die Basisdemokratie aus dem Programm gestrichen zu haben.

    Grün. Mitglied der Grünen will Voggenhuber bleiben, das Kapitel Parteipolitik sei für ihn aber abgeschlossen, betonte der Grüne Europaabgeordnete, der mit dem Versuch, einen Listenplatz bei der Europawahl zu bekommen, gescheitert ist. "Ich habe keine Bitterkeiten, keine Beleidigtheiten - das war eine demokratische Entscheidung, punktum". Enttäuscht vom verweigerten Listenplatz sei er nicht, betont Voggenhuber: "Es hat mich nicht überrascht. Ich habe seit Monaten registriert, dass die Parteiführung das zu ihrem ersten Projekt gemacht hat".

    "Ab vom Schuss". Er sei als EU-Abgeordneter "etwas ab vom Schuss" gewesen, habe keinen internen Wahlkampf gemacht und sei daher "auf Gedeih und Verderb" dem Kommunikationsapparat der Parteiführung ausgeliefert gewesen, betont Voggenhuber. Den Vorwurf, seine Abwahl durch öffentliche Kritik selbst verursacht zu haben, weist er allerdings zurück und spricht von einer "Legende": Er habe Kritik auch intern geäußert, sei dabei aber "auf eine Teflonschicht gestoßen". Seit der Wahlniederlage im Vorjahr herrsche über den Inhalt der Kritik zudem ohnehin Einigkeit.

    "Lange vorbereitet". Voggenhuber wirft er Parteiführung vor, seine Abwahl von langer Hand vorbereitet zu haben. Daher sei auch die Darstellung, er hätte sich nach der verlorenen Abstimmung um die Spitzenkandidatur am Parteitag auch um den zweiten Listenplatz bewerben können, eine "Legende": "Der zweite Platz wäre genauso ausgegangen wie der Erste." Den Versuch einer Solidaritätskandidatur auf einem hinteren Listenplatz habe er später nur wegen der zahlreichen Emails und Internet-Postings gestartet: "Ich wollte mir nicht vorwerfen lassen, das Handtuch zu werfen und zuzusehen, wie die Basisdemokratie aus dem Programm entfernt wird".

    "Silberrücken". Enttäuscht ist Voggenhuber über "sexistische Untertöne" in der Debatte (etwa die Schmähung als "Silberrücken"). An seine Unterstützer appelliert er aber, die Niederlage zu akzeptieren und sich auf den Wahlkampf für die Europawahl zu konzentrieren: "Ich habe mich zwei Mal gestellt, ich habe zwei Mal verloren und damit ist dieser Prozess abgeschlossen und muss von allen Seiten akzeptiert werden. Jetzt muss die Parteiführung, die das seit Monaten betriebt und die Mehrheit bekommen hat, die Verantwortung übernehmen".

    Keine Motivation mehr. Eine Gegenkandidatur bei der EU-Wahl schließt Voggenhuber aus, will die Grünen im Wahlkampf aber auch nicht unterstützen: "Es ist nicht Sache von abgewählten, sondern von gewählten Abgeordneten, einen Wahlkampf zu schlagen". Seine persönliche Zukunft lässt er offen: "Ich werde ich jedenfalls aus der Parteipolitik zurückziehen, ansonsten kann ich im Augenblick wenig sagen. Lassen Sie mir ein wenig Zeit, die neuen Horizonte zu prüfen. Es gibt ja nicht nur Menschen, die mich loswerden wollen, sondern auch Menschen, die mich gewinnen wollen".


    Steckbrief

    Johannes Voggenhuber wurde am 5. Juni 1950 in Salzburg geboren. Der Grünen-Politiker war seit 1995 Mitglied des Europäischen Parlaments. Nachdem er von seiner Partei nicht mehr auf den ersten Listenplatz für die EU-Parlamentswahlen 2009 gewählt wurde, verzichtete er allerdings auf eine weitere Kandidatur.

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