Slowaken feiern den Euro
Verbunden mit großen Hoffnungen auf Wachstum und mehr Wohlstand haben die Slowaken am Donnerstag die Einführung des Euro gefeiert.

Foto © APIn der Slowakei freut man sich über die Euro-Einführung.
"Es ist wunderbar, ich fühle mich jetzt
noch mehr als Europäer", sagte der 27-jährige Ivan Decman in der
Hauptstadt Bratislava, wo die Gemeinschaftswährung mit einem
Feuerwerk und Euro-Zeichen auf Großleinwänden begrüßt wurde. Doch der
Schritt ließ auch Wehmut aufkommen. "Wir verlieren einen Teil von
uns, einen Teil unserer Identität", sagte Ministerpräsident Robert
Fico, kurz bevor er 100 Euro bei einem Bankautomaten am
Parlamentsgebäude abhob. "Aber in einer Welt der Wirtschaftskrise
stärkt der Euro das Selbstvertrauen des slowakischen Volkes."
Slowaken fürchten Preisanstieg.
Die Slowakei tritt als 16. Mitglied der Euro-Zone bei und überholt
damit größere osteuropäische Länder wie Polen, Ungarn und die
Tschechische Republik. Und das Vorzeigeland mit einem
Wirtschaftswachstum von zehn Prozent im vergangenen Jahr dürfte
angesichts der Finanzkrise für einige Zeit auch der letzte
Euro-Neuling der Region sein. Umfragen zufolge fürchten viele
Slowaken zwar noch immer einen Preisanstieg durch die Einführung der
europäischen Gemeinschaftswährung. Ihre Zustimmung zu dem Schritt in
die Euro-Zone hat aber mit der Finanzkrise zugenommen, die den
Nachbarstaaten schwer zugesetzt hat.











