Faymanns Gipfelpremiere: Dauerlächeln statt Schwächeln
Der neue Bundeskanzler gibt sich in Brüssel keine Blöße. Die Art der Anreise sorgt allerdings für Kritik.

Foto © APA
Wenn Kameras auf ihn gerichtet sind, zeigt selbst ein Grantler wie der irische Premier Brian Cowen sein bestes Zahnpasta-Lächeln. Werner Faymann hat dieses Problem gar nicht. Er lächelt immer. So auch bei seiner Feuertaufe beim EU-Gipfel am Donnerstag. Von Nervenflattern keine Spur. Routiniert absolvierte der Kanzler - angeblich ohne Dolmetsch - in der Früh ein Vieraugengespräch mit Kommissionschef José Manuel Barroso, der dem Neuen auf die Schulter klopfte. Um die Wette lächelte er darauf mit Österreichs EU-Kommissarin Benita Ferrero Waldner.
Anreise.
Faymann war schon am Vorabend angereist, weil er sich von EU-Botschafter Hans-Dietmar Schweisgut und dessen Vize Walter Grahammer einen "Gipfel-Crashkurs" geben ließ. Außenminister Michael Spindelegger flog erst tags darauf mit Vizekanzler Josef Pröll, der an einem Treffen der Europäischen Christdemokraten teilnahm.
Der Medientross und die Delegationen folgten in der halbleeren Regierungsmaschine. Drei Flugzeuge für eine Koalition, die das große Gemeinsame beschwört und das Weltklima retten will: Das fanden einige eher seltsam.











