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    Zuletzt aktualisiert: 04.01.2009 um 19:08 UhrKommentare

    Saft für die Wirtschaft

    Konturen nehmen die Hilfspakete für die Wirtschaft in Europa und den USA an. Ein Schwerpunkt in Österreich ist Wärmedämmung an den Gebäuden.

    Weltweit werden Milliarden in Unternhemen gepumpt

    Foto © APAWeltweit werden Milliarden in Unternhemen gepumpt

    Über die Steuersenkung will die Regierung den Konsum in Österreich auf Touren bringen. Das wird aber noch einige Zeit dauern. Die Steuersenkung gilt zwar ab 1. Jänner, sie ist aber noch nicht in Kraft getreten. Eine wichtige Forderung der Bauwirtschaft ist bisher nicht berücksichtigt: Für wärmedämmende Maßnahmen an älteren Häusern und Gebäuden soll es besondere Steuerbegünstigungen für Privatpersonen geben.

    Thermische Sanierung. Besitzer von Einfamilienhäusern etwa können für die Wärmedämmung z. B. keine Mehrwertsteuer rückvergütet bekommen. Mit der kleinen Steuerreform sollte das möglich werden. Im zweiten Konjunkturpaket der Bundesregierung, das kurz vor Weihnachten beschlossen wurde, spielt die Wärmeisolierung eine wichtige Rolle. So sollen 100 Millionen Euro (nach alter Rechnung fast 1,5 Milliarden Schilling) in die thermische Sanierung fließen. Laut Gutachten der Wirtschaftsforscher könnten auf diese Weise 30.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Auch die Bundesländer sollen in die Finanzierung eingebunden werden. Verhandelt wurde darüber noch nicht.

    Ziel der EU. Brüssel hat sich zur Vorgabe gemacht, 1,5 Prozent der jeweiligen nationalen Wirtschaftsleistung als Sonderhilfe in die Wirtschaft zu pumpen. Österreich liegt mit zwei Prozent und rund 5,7 Milliarden Euro über dem Ziel. Außerdem besteht in der Euro-Zone noch die Möglichkeit, die Leitzinsen zu senken, die derzeit bei 2,5 Prozent liegen. Im Jänner könnte es unter zwei Prozent gehen. Ob Kredite dann billiger werden, bleibt eine offene Frage. Banken in Österreich haben nach der letzten Zinssenkung Anfang Dezember die Kreditzinsen sowohl gesenkt wie sie andere erhöht haben.

    Faule Kredite abgekauft. In den USA geht die Notenbank einen ungewöhnlichen Schritt. Da die Zinsen praktisch bei null Prozent liegen, kauft sie Banken faule Kreditpapiere ab und stärkt so deren Eigenkapital. Damit soll es den Banken ermöglicht werden, billigere Kredite an Kunden zu vergeben, damit diese wieder imstande sind, in den Konsum zu investieren. In Europa haben die Banken-Hilfspakete noch zu keiner Belebung des Konsums geführt.


    Fakten

    Akut notleidenden Staaten hat der Internationale Wäh-
    rungsfonds (IWF)
    mit Milli-
    ardenkrediten
    geholfen. Island, Ungarn, die Ukraine und Pakistan nehmen bereits Unterstützung in Anspruch.

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