Irisches Nein: Fischler rechnet mit Entstehen von "Kerneuropa"
Der Ex-Kommissar stellt eine neue Neutralitätsdebatte in Aussicht.

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Österreichs früherer EU-Kommissar Franz Fischler
rechnet mit dem Entstehen eines "Kerneuropa" als Reaktion auf die
irische Ablehnung des Reformvertrages von Lissabon. "Länder wie
Deutschland, Frankreich und die Benelux-Staaten werden vor allem in
der gemeinsamen Verteidigungspolitik und auch in der Außenpolitik
vorangehen", sagte der ehemalige ÖVP-Landwirtschaftsminister laut
einer Vorausmeldung in einem Interview für die am Montag erscheinende
Ausgabe des Wiener Nachrichtenmagazins "profil".
Im Kern?
Ob auch Österreich einem solchen "Kerneuropa" angehören werde,
stellt Fischler in Frage. "Das muss man schon bald in Österreich
diskutieren. Dann wird die Neutralitätsdebatte wieder zum Vorschein
kommen", so der Ex-Kommissar. Ein Beitritt zu diesem Kerneuropa
stellt für Fischler aber "tatsächlich eine weitgehende Änderung der
österreichischen Verfassung" dar. "Da müsste man eine Volksabstimmung
abhalten, und da bin ich mir ganz und gar nicht sicher, ob dies
positiv ausgehen wird." In Österreich und in Irland hätten "momentan
Populisten Saison".











