Gegner des EU-Reformvertrags in Irland gehen in Führung
Knapp eine Woche vor dem einzigen Referendum über den EU-Reformvertrag sind in Irland die Gegner einer Umfrage zufolge in Führung gegangen.
Wie die "Irish Times" (Dublin)
am Freitag berichtete, würden derzeit 35 Prozent mit "Nein" und nur
30 Prozent mit "Ja" stimmen. Demnach haben die Gegner im Vergleich zu
einer früheren Umfrage 17 Prozentpunkte zugelegt, während die
Befürworter fünf Punkte einbüßten.
Zünglein an der Wage.
35 Prozent der Befragten bezeichneten sich der Umfrage zufolge als
noch unentschlossen. Die Volksabstimmung findet am kommenden
Donnerstag (12. Juni) statt.
Während in allen anderen EU-Staaten die Parlamente oder
Regierungen den Reformvertrag annehmen können, ist Irland das einzige
EU-Land, in dem per Referendum entschieden wird. Der Reform-Vertrag
soll Anfang 2009 in Kraft treten. Dafür ist jedoch die Zustimmung
aller 27 EU-Länder Voraussetzung. Wenn ihn nur eines zurückweist, ist
er hinfällig.











