Slowakei ist reif für Euro
Österreichs Nachbar wird 2009 das 16. Euro-Land. Die Europäische Zentralbank hat dagegen jedoch erhebliche Bedenken.

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Joaquín Almunia ist in Brüssel der Zuchtmeister des Euro. Mit Argusaugen wacht der EU-Währungskommissar darüber, welches neue Mitgliedsland den Euro übernehmen darf und wer sich noch gedulden muss. Zuletzt wurden mit Jahresbeginn Zypern und Malta in den Euro-Klub aufgenommen. Litauen hingegen muss noch warten.
Anders die Slowakei. Für sie hatte Almunia gute Nachrichten: Österreichs Nachbar darf die Gemeinschaftswährung mit 1. Jänner 2009 einführen und wird das 16. Euro-Land. Die Slowakei erfülle die Maastrichter Beitrittskriterien und habe Schulden und Inflation im Griff, teilte der Spanier mit.
Damit ist die Krone, mit der die gut fünf Millionen Slowaken bisher zahlten, bald Geschichte. Denn die Zustimmung der EU-Finanzminister ist Formsache.
Warnung.
Die Slowakei hat sich den Euro verdient. Sie wird in der Euro-Zone das Land mit dem höchsten Wachstum sein. Trotzdem ist nicht alles eitel Wonne. Vor allem die hohe Inflation bereitet den Währungshütern Sorge. So gibt zwar auch die Europäische Zentralbank in Frankfurt grünes Licht für die Aufnahme in den Euro-Klub. Zugleich warnt sie aber, dass die Inflation in der Slowakei nach der Euro-Einführung steigen und den Durchschnitt der Euro-Zone überschreiten könnte. Das passierte, als Slowenien 2007 den Euro einführte. Wegen Preiserhöhungen kletterte die Teuerungsrate rasant in die Höhe.
Inflation.
In der Slowakei lag die Inflation im den vergangenen zwölf Monaten im Schnitt zwar bei 2,2 Prozent und damit weit unter dem aktuellen Referenzwert von 3,2 Prozent. Trotzdem mahnte Brüssel das frühere Ostblockland, die Inflation auch künftig niedrig zu halten und die Staatsschulden ehrgeiziger abzubauen.











