"Unpackbar, dass ihr solche Aufträge habt"
Karl-Heinz Grasser zu den schweren Vorwürfen gegen seine Person.

Foto © APAKarl-Heinz Grasser
Laut "profil" sagt ein Ex-Beamter, es sei schon 2002 festgestanden, dass die Buwog-Wohnungen an die Immofinanz gehen.
KARL-HEINZ GRASSER: profil soll schleunigst die Identität des Mannes preisgeben. Wenn es ihn gibt, dann lügt er. Das Vergabeverfahren war sauber. Dass die Anbote so knapp beieinander lagen, halte ich für Zufall.
Wissen Sie, wer dieser Ex-Beamte sein könnte?
GRASSER: Ich habe einen Verdacht. 2006 habe ich einen Beamten rausgeschmissen, er hat schon damals mit erpresserischen E-Mails reagiert. Vielleicht will er jetzt Rache üben.
Wofür bekamen Ihre Freunde Meischberger und Hochegger damals 9,6 Millionen Euro?
GRASSER: Das interessiert mich nicht, das sollen sie selber sagen. Mit Hochegger hab' ich seit eineinhalb Jahren kein Wort gewechselt. Von Meischbergers Tätigkeit für die Immofinanz wusste ich nichts.
Wenn Sie die Antwort nicht fürchten müssen, können Sie Ihre Freunde ja energisch auffordern, die Hintergründe offenzulegen.
GRASSER: Als ich es erfahren habe, hab' ich ihnen gesagt: Ich find' das unpackbar, dass ihr solche Aufträge angenommen habts. Meischberger hat mir dann gesagt, es tue ihm leid, dass er mich in Schwierigkeiten bringe, aber er sei eben Lobbyist. Er sagte: "Das war das Geschäft meines Lebens."
Die Republik und das Land Kärnten haben in fragwürdiger Weise auf Einweisungsrechte in Buwog-Wohnungen verzichtet...
GRASSER: Diese Einweisungsrechte hatten keinen wirtschaftlichen Wert. Warum der Rechnungshof das anders sieht, weiß ich nicht.












