Ernüchternde Bilanz nach acht Jahren Bush
Terroranschläge, Irak-Krieg und Wirtschaftskrise überschatten Amtszeit des 43. US-Präsidenten

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Die Bilanz des 43. Präsidenten der Vereinigten
Staaten fällt ernüchternd aus: Kriege, Rezession, Notpläne zur
Rettung der Wirtschaft, ein Schuldenberg und eine düstere Stimmung im
Land. Und das Ansehen der USA im Ausland am Ende der achtjährigen
Amtszeit von George W. Bush ist auf einem Tiefpunkt. Geprägt ist die
Ära Bush von den Terroranschlägen vom 11. September 2001 und den
anschließenden Kriegen im Irak und in Afghanistan, die von der
US-Regierung als Kampf gegen den Terror gerechtfertigt wurden.
Umstrittener Wahlsieg.
Zu Beginn seiner Amtszeit am 20. Jänner 2001 hat Bush gelobt, das
Land nach seinem umstrittenen Wahlsieg gegen den Demokraten Al Gore
zu einen und die USA mit "Anstand, Mut, Mitgefühl und Charakter" zu
führen. Von seinem Vorgänger Bill Clinton übernahm Bush damals ein
Land "in sehr gutem Zustand", wie der Politikwissenschaftler Thomas
Whalen von der Universität Boston es formulierte.
USA auf falschem Kurs.
Am Ende von Bushs Amtszeit sehen laut einer Umfrage gut drei
Viertel der US-Bürger die Vereinigten Staaten auf falschem Kurs. Die
Popularität des Präsidenten erreichte in den vergangenen Monaten mit
nur noch 28 Prozent einen Tiefpunkt - ein dramatischer Absturz
gemessen an den Werten nach den Anschlägen vom 11. September 2001,
als sich die Nation nahezu einmütig hinter ihren Präsidenten stellte.
"Nichts hat geklappt".
"Nichts hat geklappt", resümiert der Politologe Whalen. Dabei
hatte Bush vor acht Jahren versprochen, seinem Nachfolger so wenig
Probleme wie möglich zu hinterlassen. Tatsächlich aber hinterlässt er
dem Hoffnungsträger Barack Obama einen ganzen Berg von Problemen.
Schwierigkeiten.
Seit dem Amtsantritt von Franklin Roosevelt im Jahr 1933 hat kein
Präsident eine derart umfangreiche Palette von Schwierigkeiten
vorgefunden: Eine globale Wirtschaftskrise, Kriege im Irak und
Afghanistan, die israelische Offensive im Gazastreifen, die heimische
Automobilindustrie am Rand des Zusammenbruchs, eine immense und
weiter wachsende Staatsverschuldung und die schwelende Bedrohung
durch den Terrorismus.
Scharfe Kritik.
"Wie kann angesichts dessen jemand behaupten, er übergebe das Land
in einem besseren Zustand?", kritisiert Whalen den scheidenden
Präsidenten. Auf seiner letzten Kabinettssitzung vorigen Dienstag hat
Bush noch einmal entschieden die Leistung seiner Regierung
verteidigt. Seine Mannschaft könne auf eine solide und gute Arbeit
zurückblicken. "Und darauf bin ich sehr stolz", erklärte Bush. "Ich
sage den Leuten: Ich verlasse Washington mit einem Gefühl guter
Leistungen und erhobenem Haupt."








