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Zuletzt aktualisiert: 15.01.2009 um 17:15 UhrKommentare

Ernüchternde Bilanz nach acht Jahren Bush

Terroranschläge, Irak-Krieg und Wirtschaftskrise überschatten Amtszeit des 43. US-Präsidenten

Foto © AP

Die Bilanz des 43. Präsidenten der Vereinigten Staaten fällt ernüchternd aus: Kriege, Rezession, Notpläne zur Rettung der Wirtschaft, ein Schuldenberg und eine düstere Stimmung im Land. Und das Ansehen der USA im Ausland am Ende der achtjährigen Amtszeit von George W. Bush ist auf einem Tiefpunkt. Geprägt ist die Ära Bush von den Terroranschlägen vom 11. September 2001 und den anschließenden Kriegen im Irak und in Afghanistan, die von der US-Regierung als Kampf gegen den Terror gerechtfertigt wurden.

Umstrittener Wahlsieg. Zu Beginn seiner Amtszeit am 20. Jänner 2001 hat Bush gelobt, das Land nach seinem umstrittenen Wahlsieg gegen den Demokraten Al Gore zu einen und die USA mit "Anstand, Mut, Mitgefühl und Charakter" zu führen. Von seinem Vorgänger Bill Clinton übernahm Bush damals ein Land "in sehr gutem Zustand", wie der Politikwissenschaftler Thomas Whalen von der Universität Boston es formulierte.

USA auf falschem Kurs. Am Ende von Bushs Amtszeit sehen laut einer Umfrage gut drei Viertel der US-Bürger die Vereinigten Staaten auf falschem Kurs. Die Popularität des Präsidenten erreichte in den vergangenen Monaten mit nur noch 28 Prozent einen Tiefpunkt - ein dramatischer Absturz gemessen an den Werten nach den Anschlägen vom 11. September 2001, als sich die Nation nahezu einmütig hinter ihren Präsidenten stellte.

"Nichts hat geklappt". "Nichts hat geklappt", resümiert der Politologe Whalen. Dabei hatte Bush vor acht Jahren versprochen, seinem Nachfolger so wenig Probleme wie möglich zu hinterlassen. Tatsächlich aber hinterlässt er dem Hoffnungsträger Barack Obama einen ganzen Berg von Problemen.

Schwierigkeiten. Seit dem Amtsantritt von Franklin Roosevelt im Jahr 1933 hat kein Präsident eine derart umfangreiche Palette von Schwierigkeiten vorgefunden: Eine globale Wirtschaftskrise, Kriege im Irak und Afghanistan, die israelische Offensive im Gazastreifen, die heimische Automobilindustrie am Rand des Zusammenbruchs, eine immense und weiter wachsende Staatsverschuldung und die schwelende Bedrohung durch den Terrorismus.

Scharfe Kritik. "Wie kann angesichts dessen jemand behaupten, er übergebe das Land in einem besseren Zustand?", kritisiert Whalen den scheidenden Präsidenten. Auf seiner letzten Kabinettssitzung vorigen Dienstag hat Bush noch einmal entschieden die Leistung seiner Regierung verteidigt. Seine Mannschaft könne auf eine solide und gute Arbeit zurückblicken. "Und darauf bin ich sehr stolz", erklärte Bush. "Ich sage den Leuten: Ich verlasse Washington mit einem Gefühl guter Leistungen und erhobenem Haupt."


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