Merkel will "Kanzlerin aller Deutschen" sein
Die deutsche Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel hat nach dem Sieg von Union und FDP bei der Bundestagswahl zugesagt, "Kanzlerin aller Deutschen" sein zu wollen.

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Dies wolle sie gerade angesichts der Krise betonen, sagte Merkel am Sonntagabend in Berlin. Sie sagte, das Wahlziel einer Regierung von CDU/CSU und FDP sei erreicht. Sie sei deswegen "glücklich", fügte die Politikerin bei ihrem Auftritt in der CDU-Zentrale hinzu, der immer wieder von "Angie"-Rufen unterbrochen wurde.
Zugleich untermauerte sie den Anspruch der CDU, "auch im 21. Jahrhundert" Volkspartei sein zu wollen. Die Partei wolle sowohl für Ältere als auch Jüngere, für Arbeitnehmer und Unternehmer ein Angebot sein. Die Union kam der jüngsten ZDF-Hochrechnung zufolge bei der Bundestagswahl auf 33,8 Prozent und damit das schlechteste Ergebnis seit 1949.
Telefonat mit Westerwelle
Merkel sagte im ZDF, sie habe bereits mit FDP-Chef Guido Westerwelle telefoniert. Konkrete Zeitpläne für Koalitionsverhandlungen gebe es aber noch nicht. "Sie können davon ausgehen, dass wir uns morgen schon besprechen", sagte sie. "Wir werden schnell Nägel mit Köpfen machen, das Land muss ja regiert werden", sagte sie.
Es sei das erste Mal, dass aus einer Großen Koalition der Wechsel in eine neue Regierung geschafft worden sei. "Ich glaube, dass wir heute Abend ausgelassen feiern können", rief sie ihren Anhängern zu. "Ich bin heute Abend zufrieden und glücklich", sagte Merkel.
Das Land habe weiterhin große Probleme zu lösen. Die Union müsse auch in einem Bundestag mit mehr Parteien die große Volkspartei der Mitte für alle Bevölkerungsschichten bleiben. Ihren Anhängern in der CDU-Zentrale rief Merkel zum Abschluss ihres umjubelten Auftritts zu: "Schöne Party".












