Strache: "Nicht FPÖ, sondern Person stand zur Wahl"
FPÖ-Chef Strache gibt nach der Bundespräsidentenwahl zu, als "nicht-sozialistische Alternative" gescheitert zu sein. Es habe sich aber um eine Wahl gehandelt, "wo nicht die FPÖ zur Wahl stand, sondern eine Persönlichkeit".

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FPÖ-Obmann Strache will nach dem bescheidenen Ergebnis bei der Bundespräsidentenwahl für Barbara Rosenkranz die Parteispitze verbreitern. "Ich werde das Team, das ich rund um mich habe, besser gestalten und besser sichtbar machen", kündigte er im Interview mit der APA an. Er sieht viele Gründe für das Abschneiden von Rosenkranz, Auswirkungen auf die Wien-Wahl werde es aber nicht haben.
Vielmehr will Strache nun die Nicht-Wähler für sich gewinnen. Unterstützung von Martin Graf lehnt er dabei ab, ebenso Zurufe von manchen Funktionären. "Es gibt viele Gründe, viele Mechanismen, viele Bereiche über die man reden kann und die man auch analysieren muss", will Strache erörtern, warum man das blaue Wählerpotential am Sonntag nicht habe ausschöpfen können. So sei es nicht gelungen, "in Bereiche der Österreichischen Volkspartei einzudringen" und als "nicht-sozialistische Alternative" zu wirken.
Allerdings, so der FPÖ-Obmann, habe es sich nicht um eine Wahl gehandelt, "wo die FPÖ zur Wahl stand, sondern eine Persönlichkeit". Gerade "Persönlichkeiten" will Strache aber künftig "sichtbar machen". Namen will er noch keine nennen, "wir formieren jetzt einmal das Team für Wien". Auch dort wird aus der Liste noch ein Geheimnis gemacht, Quereinsteiger lehnt der FPÖ-Chef aber ab, da sich diese schon oft als "katastrophal" erwiesen hätten.
Gerade in der Bundeshauptstadt hofft der FPÖ-Chef auf ein großes Wählerpotenzial für seine Partei und schielt auf jene, die sich der Bundespräsidentenwahl verweigert haben. "Die 58 Prozent der Wienerinnen und Wiener, die in Wirklichkeit damit über viele politische Entwicklungen in Wien aber wahrscheinlich auch auf Bundesregierungsebene Unzufriedenheit zum Ausdruck gebracht haben, genau denen will ich ein Angebot machen." Ziel ist es nach wie vor, die Stimmen- und Mandatsmehrheit der SPÖ zu brechen und zumindest die 20-Prozent-Marke zu erreichen.














