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    Zuletzt aktualisiert: 27.04.2010 um 20:54 UhrKommentare

    Lawine an Solidaritätsbekundungen für Parteichef Strache

    Die Kritik an FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und dessen Kurs durch Fritz Amann, zog eine regelrechte Lawine an Solidaritätsbekundungen für den FP-Parteichef nach sich.

    Lawine an Solidaritätsbekundungen für den eigentlich fest im Sattel sitzenden Parteichef

    Foto © ReutersLawine an Solidaritätsbekundungen für den eigentlich fest im Sattel sitzenden Parteichef

    Die Kritik an FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und dessen Kurs durch Fritz Amann, Bundesobmann des Rings Freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RfW), sorgt bei der FPÖ offenbar für helle Aufregung - zumindest hatte sie am Dienstag eine regelrechte Lawine an Solidaritätsbekundungen für den eigentlich fest im Sattel sitzenden Parteichef zur Folge. Vom Delegationsleiter der FPÖ im EU-Parlament, Andreas Mölzer, bis zum Bundesobmann des Seniorenrings (ÖSR), Edwin Tiefenbacher, fühlten sich etliche verpflichtet, Strache in gut einem Dutzend Aussendungen zu verteidigen.

    "Voll und ganz" hinter Strache

    Generalsekretär Herbert Kickl machte am Dienstag den Anfang und wies Amanns Kritik vehement zurück - kurz darauf folgte mit der gleichen Absicht Vize-Parteichef Norbert Hofer. Auch der Kärntner FPÖ-Obmann Harald Jannach betonte, dass man "voll und ganz" hinter Strache stehe. Eine entsprechende Wortmeldung ließen sich auch Günther Steinkellner, Klubobmann der FPÖ im oberösterreichischen Landtag, der Nationalratsabgeordnete Werner Neubauer sowie der Nationalratsabgeordnete und Bundesvorsitzende der AUF (Aktionsgemeinschaft Unabhängiger und Freiheitlicher), Werner Herbert, und noch einige mehr nicht nehmen. Sogar der oberösterreichische FPÖ-Chef Manfred Haimbuchner, der sich am Dienstag ebenfalls einen liberaleren Kurs gewünscht hatte, schoss sich auf Amann ein und betonte, es gebe keinen Grund, eine Personaldebatte zu führen.

    Kritik an Amann

    Auch von seinem eigenen Landeschef, dem Vorarlberger FPÖ-Obmann Dieter Egger, hagelte es Kritik für Amann: Wenn ihm die Linie der Partei nicht mehr zusage, solle er sie verlassen, erklärte Egger. Strache habe die FPÖ nach der BZÖ-Abspaltung gerettet und wieder auf Erfolgskurs gebracht, betonte auch er. Wenn sich Amann - übrigens einer von Eggers Stellvertretern - kritisch einbringen wolle, solle er lieber Parteisitzungen besuchen oder zum Telefonhörer greifen, anstatt über mediale Zurufe die Arbeit des politischen Gegners zu erledigen.

    Das Verhältnis zwischen Egger und Amann gilt nach dem Umgang der Partei mit Eggers "Juden-Sager" im Landtagswahlkampf 2009 als getrübt. Getrennte Wege gingen RfW und FPÖ zuletzt in Wien, wo die Freiheitlichen bei der Wirtschaftskammer-Wahl mit einer eigenen Liste "FPÖ-Pro Mittelstand" antraten. Amann selbst macht indes noch keine Anstalten, von sich aus die Partei zu verlassen: "Nur wenn man drinnen bleibt, kann man etwas verändern", hatte er am Montag gemeint.


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