Nur ÖVP kämpft nicht um schwarze Wähler
Der Wahlkampf um den Einzug in die Hofburg geht in die Endphase. Die Kandidaten umwerben dabei besonders die ÖVP-Klientel.

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Keine zwei Wochen mehr bis zum 25. April, das bedeutet "Endspurt" für die Kandidaten zur Wahl des Bundespräsidenten. Amtsinhaber Heinz Fischer absolviert unermüdlich ein durchaus ermüdendes Programm an Terminen, die Freiheitliche Barbara Rosenkranz teilt die Welt gewissermaßen in Gut und Böse und Rudolf Gehring, Chef der politisch unbedeutenden "Christlichen Partei" überrascht als durchaus professioneller Wahlkämpfer.
Die jüngsten Umfragen zeigen, wohin der Weg der nächsten Tage führen wird. Fischer kann mit etwa 80 und mehr Prozent rechnen und die 79,9 Prozent von Rudolf Kirchschläger 1980, als ebenfalls kein ÖVP-Kandidat angetreten war, übertreffen. Rosenkranz legte ihre Latte auf jene 17 Prozent, die FPÖ-Mann Wilfried Gredler ebenfalls 1980 unter den damaligen Umständen erreicht hatte. In den Umfragen liegt sie aber derzeit bei nur zwölf bis 14 Prozent. Über den Erwartungen allerdings Gehring, der bei vier bis sechs Prozent liegt.
Wahlempfehlung
Allen Kandidaten gemeinsam ist das "Rennen" um die ÖVP-Wähler, deren Stimmabgabe mangels eigenen Bewerbers völlig offen ist. Geht es Fischer dabei eher darum, dass die Wahlbeteiligung nicht in den Keller sinkt, buhlen Rosenkranz und Gehring mit durchaus verwandten Themen - Hausfrauen und Familien - um bürgerliche Stimmen. Welche Rolle dabei Wahlempfehlungen haben, ist offen. Die Spitze der Grünen hat offenbar kein Problem, sich offen für Fischer auszusprechen, in der ÖVP sind klare Bekenntnisse zum Amtsinhaber mehr als spärlich, zu Rosenkranz und Gehring nicht vorhanden.
Leitartikel Seite 6
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WAHL
Wahltag ist der 25. April.
Wahlberechtigt sind 6,4 Millionen Bürger.
Briefwahl ist möglich. Dazu ist eine Wahlkarte zu beantragen.
Weißwählen bedeutet, den Stimmzettel nicht anzukreuzen. Die Stimme wird gezählt, aber als ungültig gewertet.














