Kirche distanziert sich von "Christen"-Kandidat Gehring
Die Katholische Kirche wehrt sich gegen eine Instrumentalisierung des Gottesdienstes durch den Präsidentschaftskandidaten Rudolf Gehring von der "Christlichen Partei Österreichs".

Foto © APAPräsidentschaftskandidaten Rudolf Gehring
In einem an alle Pfarrer und Mitarbeiter der Erzdiözese Wien versendeten Rundschreiben kritisiert der Wiener Generalvikar Franz Schuster die Wahlkampfauftaktveranstaltung Gehrings, die am Dienstagabend mit einer Messfeier in der Pfarrkirche St. Paul in Wien-Döbling eröffnet worden war.
In dem Rundschreiben betont Schuster laut "Kathpress", dass "jede Instrumentalisierung des Gottesdienstes und kirchlicher Gebäude für politische Zwecke entschieden abzulehnen ist, und dass Parteipolitik aller Art im engeren kirchlichen Bereich keinen Platz hat." Und weiter hält der Generalvikar fest: "Parteipolitik hat im gottesdienstlichen Raum nichts verloren."
Christen seien zwar grundsätzlich zum politischen Engagement, zum Einsatz für das Gemeinwohl, aufgerufen, hob der Generalvikar hervor. Dabei könnten Christen in politischen Fragen - bei gleicher Sorgfalt der Gewissensentscheidung - zu unterschiedlichen Lösungsvorschlägen kommen. "Für diese Vorschläge dürfen sie aber nicht die Autorität der Kirche in Anspruch nehmen, sondern sie handeln in eigener Verantwortung."














