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    Knapp 79 Prozent: Heinz Fischer bleibt Präsident Burgstaller: "Österreicher schätzen die Arbeit von Fischer" Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Bundespräsidentenwahl Nächster Artikel Knapp 79 Prozent: Heinz Fischer bleibt Präsident Burgstaller: "Österreicher schätzen die Arbeit von Fischer"
    Zuletzt aktualisiert: 06.04.2010 um 22:05 UhrKommentare

    Fischer auf Obamas Spuren

    Hofburg-Verteidiger Heinz Fischer kurbelt, wo er kann - auch im Internet. Mit großem Vorsprung.

    Foto © Facebook

    Josef Barths Kommandozentrale ist kaum größer als eine A4-Seite. Der Koordinator der "heifi2020"-Kampagne zur Wiederwahl Heinz Fischers sitzt vor seinem Laptop und beobachtet Meldungen, die langsam am Bildschirm eintrudeln. "Angst vor TV-Duell: Feig, feiger, Fischer" steht da etwa. Und das soll dem Amtsinhaber nützen?

    Den Kommentar hat keiner aus dem Wahlkampfteam geschrieben. Es kommt von einem Wähler, der seinen Unmut darüber kundtut, dass Fischer mit seinen Herausforderern nicht im Fernsehen diskutieren will. "Jede Meinung ist willkommen", sagt Barth. "Wir haben keine Angst vor Kritik."

    Der Ex-Journalist hat für "profil" den fulminanten Internetwahlkampf des späteren US-Präsidenten Barack Obama studiert. Mit diesem Wissen hat er sich selbstständig gemacht. Fischer ist sein prominentester Kunde.

    Zentrales Element der Kampagne ist die Einbettung sogenannter "Social Media"-Plattformen wie Facebook, Twitter, Youtube oder Flickr. All diesen Anwendungen ist gemeinsam: Sie vernetzen Interessierte, die nach Belieben Texte, Fotos oder Videos öffentlich "teilen" und sich darüber austauschen können. So können Interessierte direkt mit Fischers Mitarbeitern in Kontakt treten. Anfragen würden verlässlich beantwortet, beteuert Barth. Auch wenn die positiven Beiträge überwiegen, gibt es - wie beschrieben - auch Tadel. Zensur sei, außer bei strafrechtlich bedenklichen Inhalten, ausgeschlossen, sagt Barth. "Wir wollen nichts schönfärben."

    "Ein paar Hundert Leute"

    Welchen Einfluss solche Präsentationen im Internet auf das Wahlverhalten haben, will er nicht beurteilen. "Wir machen das für ein paar Hundert Leute", räumt Barth ein. Die Zielgruppe: Politikinteressierte 25- bis 49-Jährige, die sich routiniert im Netz bewegen und ihre Eindrücke dokumentieren. "Wer im Internet nach Heinz Fischer sucht, stößt auf deren Einträge", glaubt Barth. Seine Hoffnung: dass die öffentliche Netzdiskussion die Wahlbeteiligung steigert. Obwohl eine Niederlage Fischers am 25. April ausgeschlossen scheint, droht eine Schlappe: Zu viele Sympathisanten könnten am Wahltag zu Hause bleiben, fürchten seine Helfer.

    Im internationalen Vergleich gäbe er Fischers Kampagne die Note Zwei minus, urteilt "Social Media"-Experte Christoph Bauer. Der Webauftritt sei "glatt, fast klinisch und voll von typischen Politikerauftritten: Fischer mit Jugendlichen, Fischer im Kindergarten". Der angekündigte Dialog mit den Bürgern finde bloß in Ansätzen statt. Dennoch: "Im Vergleich zu seinen Mitbewerbern brilliert Fischer."

    Zumindest im Lager der blauen Herausforderin Barbara Rosenkranz leugnet man Fischers Netzvorsprung nicht: Man habe sich bewusst gegen einen "Kraftakt" entschieden, sagt Sprecher Alexander Höferl: "Wir haben uns daher für eine schlanke Informationsseite ohne großartige Interaktion entschieden."

    Rudolf Gehring von der Christen-Partei begnügt sich mit einem schlichten Internetauftritt. Wie Fischer und Rosenkranz ist auch er auf Facebook vertreten. "Das ist ein wichtiges Thema", sagt er kurz angebunden und fügt an: "Ich muss jetzt in die heilige Messe." Noch hat für ihn die Offlinewelt eindeutig Vorrang.

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