Spindelegger positioniert sich gegen Rosenkranz
Spindelegger sagte am Freitag am Rande eines EU-Außenministertreffens in Cordoba: "Für mich ist jemand nicht wählbar, der ein solches Verhältnis zu Fragen hat, die unsere Vergangenheit betreffen."

Foto © ScheriauWirtschaftsminister Michael Spindelegger
Die FPÖ-Kandidatin für die Bundespräsidentenwahl, Barbara Rosenkranz, ist nach Ansicht von Außenminister Michael Spindelegger (V) wegen ihrer Haltung zur NS-Vergangenheit nicht wählbar.
"Was für mich bedenklich erscheint ist, dass sich jemand wie Frau Rosenkranz als bürgerliche Kandidatin bezeichnet, aber dann Probleme hat, Antworten zu geben, ob es Gaskammern in Auschwitz gab", sagte der Außenminister. Außerdem kritisierte Spindelegger die Haltung von Rosenkranz zum Verbotsgesetz, das von der freiheitlichen Kandidatin infrage gestellt wurde. "Ich habe keinen bürgerlichen Bürger in Österreich getroffen, der eine solche Vorgangsweise unterstützt, der ein Problem mit dem Verbotsgesetz hätte, oder der sich über die Existenz von Gaskammern in Auschwitz Gedanken macht. Ich glaube daher, das zeigt klar, dass sie keine bürgerliche Kandidatin ist."
Er werde Rosenkranz "sicher nicht wählen, denn für mich ist ein bürgerlicher Kandidat eben keine Barbara Rosenkranz, aber das muss jeder Bürger für sich selbst entscheiden", sagte Spindelegger, der auch darauf verwies, dass es keinen Kandidaten aus seiner ÖVP gebe. "Wir sollten diese Präsidentschaftswahl nicht dazu verkommen lassen, dass wir jetzt im Ausland wieder eine Diskussion über Österreich starten", warnte der Außenminister.














