Syrien-Gesandter Brahimi verlangt von UNO Klarheit

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Der neue UNO-Syriengesandte Lakhdar Brahimi hat Klarheit darüber verlangt, welche Unterstützung er von den Vereinten Nationen erwarten kann. Es seien viele Fragen offen, sagte der 78-jährige Algerier am Samstag der Nachrichtenagentur Reuters. Ohne Unterstützung des Sicherheitsrats könne er nichts machen. Unterdessen griff die syrische Armee weiter Rebellenhochburgen an.
"Wie sollen wir uns organisieren, mit wem sprechen wir und welche Art von Plan werden wir ausarbeiten", formulierte Brahimi mehrere Fragen bezüglich seiner Aufgabe. All das müsse geklärt werden. Im Sender France 24 fügte er mit Blick auf den Sicherheitsrat hinzu: "Wenn sie mich nicht unterstützen, gibt es auch nichts zu tun." Während die westlichen ständigen Mitglieder Großbritannien, Frankreich und die USA härtere Sanktionen verlangen, sind Russland und China dagegen.
Auf die Frage, ob der syrische Präsident von seinem Amt zurücktreten solle, sagte Brahimi: "Ich weiß nicht genug darüber, was geschieht." Er habe noch nicht mit Assad gesprochen, werde aber mit ihm und Vertretern der Opposition zusammentreffen, sobald die Zeit dafür geeignet sei.
Die Situation in Syrien bezeichnete der neue Gesandte als "absolut fürchterlich". Er könne seine Hilfe nicht verweigern angesichts einer solchen Lage, "in der Hunderte, Tausende, vielleicht Millionen Menschen leiden" - ungeachtet wie schwierig die Aufgabe sei. Brahimis Vorgänger Kofi Annan hatte das Amt wegen Meinungsverschiedenheiten abgegeben.
Die Truppen von Machthaber Assad bombardierten in der Nacht zum Samstag mehrere Wohnviertel in der umkämpften Stadt Aleppo. Beim Beschuss des Bezirks Bustan al-Kasr wurde auch ein örtlicher Rebellenkommandant getötet, wie die Syrischen Menschenrechtsbeobachter berichteten. Auch der Ort Azaz bei Aleppo wurde erneut bombardiert. Dort waren am Mittwoch beim Abwurf zweier Fliegerbomben mindestens 60 Zivilisten getötet worden, unter ihnen auch Frauen und Kinder.












