14 Jahre Haft für kongolesischen Ex-Milizenführer

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Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag hat den ehemaligen kongolesischen Rebellenführer Thomas Lubanga Dyilo am Dienstag zu 14 Jahren Gefängnis verurteilt. Der 51-jährige Lubanga war bereits im März von den Richtern schuldig gesprochen worden, Hunderte von Kindersoldaten im kongolesischen Bürgerkrieg in den bewaffneten Kampf geschickt zu haben. Nun wurde das Strafausmaß verkündet.
Es ist die erste Strafe, die der IStGH seit seinem zehnjährigen Bestehen verhängt. Die Anklage hatte 30 Jahre Gefängnis gefordert. Die Richter billigten Lubanga mildernde Umstände wegen der Kooperation mit dem Gericht zu. Er kann gegen das Urteil Berufung einlegen.
Von der Strafe werden die sechs Jahre Untersuchungshaft abgezogen. Lubanga war im März 2006 nach Den Haag überstellt worden, Anfang 2009 begann der Prozess gegen ihn. Während der insgesamt 204 Prozesstage riefen Staatsanwaltschaft und Verteidigung mehr als 60 Zeugen auf. Auch frühere Kindersoldaten kamen zu Wort. Lubanga hatte stets seine Unschuld beteuert.
Wo Lubanga die Gefängnisstrafe verbüßen muss, wird noch entschieden. Infrage kommen acht Länder, darunter auch Österreich, die ein entsprechendes Abkommen mit dem Gericht unterzeichnet haben.
Lubanga war während des Bürgerkrieges im Kongo (1998-2003), bei dem Millionen Menschen ums Leben kamen, Chef der brutalen Rebellengruppe Union Kongolesischer Patrioten (UPC) und später Anführer der Miliztruppe Patriotische Front für die Befreiung des Kongo (FPLC). Die Gruppen sollen für zahlreiche Massaker an verfeindeten Volksgruppen verantwortlich sein. Sie kämpften unter anderem mit einer "Kinderarmee". Tausende Kinder soll Lubanga zwangsrekrutiert, in Ausbildungslagern geschlagen und mit Drogen gefügig gemacht haben. Ziel der untereinander zerstrittenen Milizen war es, die Regierung in der Hauptstadt Kinshasa zu stürzen, der Misswirtschaft und Korruption vorgeworfen wurde.












