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Zuletzt aktualisiert: 29.06.2012 um 17:23 UhrKommentare

Berliner Klinik stoppt religiöse Beschneidungen

Wegen des Kölner Beschneidungsurteils nimmt das Jüdische Krankenhaus Berlin bis auf weiteres keine religiös begründeten Beschneidungen an Buben mehr vor. Die Chirurgen des Krankenhauses könnten nicht in einem nun quasi rechtsfreien Raum operieren, begründete der Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, Kristof Graf, der "tageszeitung" den Schritt.

Schon jetzt seien im Jüdischen Krankenhaus Berlin zwei geplante Beschneidungen vom Operationsplan abgesetzt worden, sagte Graf. Von den rund 300 Beschneidungen des vergangenen Jahres in seinem Haus seien über ein Drittel religiös motiviert gewesen. Die Mehrheit davon sei nicht an jüdischen, sondern an muslimischen Buben vorgenommen worden. Das Jüdische Krankenhaus Berlin im Stadtteil Mitte gilt als lokales Versorgungskrankenhaus in einem Viertel mit einem hohen Anteil von Menschen türkischer Herkunft.

Graf sagte, das Kölner Urteil zur Strafbarkeit von Beschneidungen bei Buben sei "in seinen Konsequenzen eine Katastrophe" und "erschreckend in seinen Dimensionen". Die Kölner Entscheidung schränke die Religionsfreiheit des Judentums massiv ein.

Das Kölner Landgericht hatte in seiner am Dienstag veröffentlichten Entscheidung die Auffassung vertreten, eine Beschneidung aus religiösen Gründen erfülle den Tatbestand der Körperverletzung. Sie sei auch nicht durch die Einwilligung der Eltern gerechtfertigt, da sie nicht dem Wohl des Kindes entspreche. Dessen Körper werde durch die in Islam und Judentum verbreitete Beschneidung "dauerhaft und irreparabel verändert".

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte am Freitag, dass das Urteil rechtskräftig ist. Demnach verzichtete die Anklagebehörde auf eine Revision, weil sie keine Aussicht auf Erfolg sah. Es könnten nun keine Rechtsmittel mehr eingelegt werden, sagte der Sprecher.

Quelle: APA

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