Strafprozess gegen Timoschenko vertagt

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Ein umstrittener zweiter Strafprozess gegen die ukrainische Ex-Regierungschefin Timoschenko ist in Abwesenheit der 51-Jährigen auf den 25. Juni vertagt worden. Ihre Erkrankung mache eine Verhandlung wegen Steuerhinterziehung und Veruntreuung unmöglich, sagte Richter Sadowski am Montag in der Stadt Charkow. Timoschenko klagt über starke Rückenschmerzen und befindet sich in einem Krankenhaus.
Vor dem Gerichtsgebäude in Charkow demonstrierten zahlreiche Anhänger der 51-Jährigen. Die aktuellen Vorwürfe gegen die Politikerin stammen aus den 1990er Jahren, als sie Chefin eines Energiekonzerns war. Timoschenko, die in einem ersten Prozess bereits zu sieben Jahren Haft verurteilt worden war, drohen weitere zwölf Jahre Gefängnis. Ihre Anwälte fordern, das international umstrittene Verfahren einzustellen. Beobachter nennen den Prozess in dem Co-Gastgeberland der Fußball-Europameisterschaft politisch motiviert.












