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    Zuletzt aktualisiert: 22.05.2012 um 07:25 UhrKommentare

    Steirer wird Sprecher der europäischen Jungen Grünen

    Jakob Schwarz (27) aus Sinabelkirchen wurde am Wochenende in Spanien an die Spitze der europäischen Jungen Grünen (FYEG) gewählt.

    Foto © Grüne

    Er wollte schon als Kind die Welt, in der so viele verhungern müssen, retten. Geschafft hat er's zwar noch nicht. Aber er ist "noch immer dabei, ich habe mich noch nicht davon abbringen lassen", lacht er am Telefon. Wobei die Voraussetzungen heut ein Eck besser sein dürften: Jakob Schwarz, 27 und aus Sinabelkirchen, ist am Wochenende in Barcelona gemeinsam mit Theresa Maria Reintke aus Deutschland an die Spitze der europäischen Jungen Grünen gewählt worden. Und hat damit auch bei den "Alten" ein Wörtchen mitzureden: Abwechselnd mit Reintke ist er im Vorstand der europäischen Grünen.

    Federation of European Young Greens

    Die FYEG wurde 1988 in Belgien gegründet und ist die offizielle Jugendorganisation der Europäischen Grünen. FYEG hat Mitgliedsorganisationen in 40 europäischen Ländern, geführt wird der Verband von einem achtköpfigen Vorstand.

    Grün sein - das heißt für den Oststeirer, der Physik (im Finale) und dazu jetzt auch noch Volkswirtschaft in Bologna studiert, "eine Vision von der Welt haben: nachhaltig, was das Wirtschaftssystem betrifft, über die Generationen hinweg und global". Sein Themenschwerpunkt im Vorstand der europäischen Jungen Grünen: der Klimawandel.

    Klingt Ihnen alles zu theoretisch? Vorsicht mit Vorurteilen: Der 27-Jährige denkt nicht nur - er tut auch. Und das in erstaunlicher Konsequenz. Wer für oder gegen etwas ist, sollte auch wissen, warum, ist er etwa überzeugt - deshalb war Schwarz beispielsweise als KFOR-Soldat im Kosovo oder arbeitete in Kernkraftwerken. Sich eine eigene Meinung bilden, das ist ihm wichtig, dem Steirer, der schon früh über die Grenzen hinausgeschaut hat. Um sein HTL-Englisch auf ein Niveau zu bringen, mit dem man auch international arbeiten kann, ist er etwa für ein Jahr nach Amerika gegangen. Mittlerweile ist es "meine Arbeitssprache".

    Und wie grün ist Schwarz im Alltag? Er versucht's. Auf Rad und Öffis zu setzen. Beim Einkauf auf Regionales zu achten. Ein besonderes Anliegen ist ihm auch der "Demokratieaspekt: dass man im Umgang mit den Leuten versucht, deren Meinung wertzuschätzen".

    BEATE PICHLER

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