Sarkozy will sich gegen Gaddafi-Gerüchte wehren

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Frankreichs Präsident Sarkozy will gegen Berichte über angebliche Wahlkampfspenden des früheren libyschen Machthabers Gaddafi die Justiz einschalten. "Dieses Dokument ist eine plumpe Fälschung", sagte er am Montag zu einem Schreiben, das am Wochenende vom Online-Magazin Mediapart als Beweis für illegale Absprachen im Vorfeld des Wahlkampfes 2007 präsentiert worden war.
"Der Wahlkampf rechtfertigt nicht alles", sagte Sarkozy im Fernsehsender France 2. Mediapart hatte am Samstag ein Dokument veröffentlicht, wonach Libyen bereit war, Sarkozys Wahlkampf im Jahr 2007 mit 50 Millionen Euro zu unterstützen. "Dieses Dokument ist eine grobe Fälschung", kritisierte Sarkozy. Die Anzeige solle noch vor Ende des Wahlkampfes am Freitag folgen.
In dem angeblich vom früheren libyschen Geheimdienstchef Mussa Kussa unterzeichneten Dokument ist von einer "Grundsatzvereinbarung" zur Unterstützung von Sarkozys Wahlkampf die Rede. Ob das Geld tatsächlich geflossen ist, blieb offen. Kussa, der sich während des Aufstands gegen Gaddafi im Frühjahr 2011 von dem Machthaber losgesagt und nach London abgesetzt hatte, sprach am Sonntag von einer Fälschung.
Der Präsident soll auch von anderer Seite Geld für seinen Wahlkampf 2007 erhalten haben: In Bordeaux laufen Ermittlungen, weil die Milliardärin Liliane Bettencourt dem für die Wahlkampffinanzierung zuständigen Ex-Schatzmeister von Sarkozys UMP, Eric Woerth, mehrere hunderttausend Euro übergeben haben soll.
In Umfragen liegt der konservative Präsident weiter deutlich hinter dem Sozialisten François Hollande. Eine Ipsos-Umfrage sah Sarkozy am Montag bei 47 Prozent und Hollande bei 53 Prozent. Damit verringerte sich der Vorsprung von Hollande innerhalb einer Woche von acht auf sechs Prozentpunkte. Für einen Sieg in der Stichwahl am Sonntag muss der Präsident mindestens 70 Prozent der FN-Anhänger auf seine Seite ziehen.












